Startseite Allgemeines War Obamas Abschiebepolitik härter als die von Donald Trump?
Allgemeines

War Obamas Abschiebepolitik härter als die von Donald Trump?

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
Teilen

Die Abschiebepolitik unter Barack Obama und Donald Trump lässt sich nicht einfach mit „härter“ oder „milder“ vergleichen, weil sie sich in Zielsetzung, Rhetorik und Umsetzung unterschieden haben. Hier ein differenzierter Überblick:

1. Barack Obama („Deporter-in-Chief“)

  • Zahlen: Während Obamas Amtszeit (2009–2017) wurden mehr Menschen abgeschoben als unter jedem anderen US-Präsidenten zuvor. Zwischen 2009 und 2016 wurden etwa 3 Millionen Menschen abgeschoben.

  • Fokus: Die Obama-Regierung konzentrierte sich auf:

    • Personen mit kriminellem Hintergrund

    • Neu angekommene Migranten an der Grenze

    • Wiederholte Grenzübertritte

  • Politik: Obama setzte auf Programme wie Secure Communities, bei dem lokale Polizeibehörden mit der Einwanderungsbehörde ICE kooperierten.

  • Kritik: Viele Aktivisten warfen Obama vor, eine harte Linie gegen Migrant:innen gefahren zu haben – trotz seiner Rhetorik der Menschlichkeit und Reformbereitschaft.

2. Donald Trump

  • Zahlen: Trump setzte zwar stark auf Abschreckung, aber die Zahl der tatsächlichen Abschiebungen pro Jahr war unter ihm oft niedriger als unter Obama – insbesondere in den ersten Jahren.

  • Fokus: Trump ging breiter gegen Migrant:innen vor:

    • Nicht nur Straftäter, sondern alle ohne legalen Status

    • Auch Menschen, die schon lange im Land lebten, wurden stärker ins Visier genommen

  • Politik:

    • Null-Toleranz-Politik (z. B. Familien-Trennungen an der Grenze)

    • Versuchte, Asylverfahren massiv einzuschränken

    • Rhetorik war oft fremdenfeindlich und spaltend

  • Kritik: Trump setzte auf Abschreckung und Härte als politisches Mittel – mit international stark kritisierten Maßnahmen.

Fazit:

  • **Obama war „härter“ in den Zahlen (mehr Abschiebungen).

  • **Trump war „härter“ in der Ideologie, Rhetorik und teils auch in der Grausamkeit der Maßnahmen (z. B. Kindertrennung).

Je nachdem, wie man „Härte“ definiert – quantitativ (Zahlen) oder qualitativ (Härte der Maßnahmen) – kommt man zu unterschiedlichen Bewertungen.

1 Komment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Luxus, Lügen und Millionen: Der Fall der angeblichen Society-Betrügerin

In den exklusiven Vierteln von Mayfair in London und Monaco war Ekaterina...

Allgemeines

Der Admiral im Zentrum von Trumps Iran-Krieg

Während der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran immer weiter...

Allgemeines

Goldco oder American Hartford Gold? Zwei bekannte Anbieter für Gold-IRAs im Vergleich

Edelmetalle wie Gold und Silber gelten für viele Anleger als Möglichkeit, ihr...

Allgemeines

Atomkraft gegen Wassermangel? Gigantischer Plan soll Wasserkrise im Westen der USA lösen

Im trockenen Südwesten der USA spitzt sich die Wasserkrise dramatisch zu. Der...