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Arcaion (CC0), Pixabay
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China startet großangelegte Militärübungen rund um Taiwan – als Reaktion auf US-Waffenlieferung

China hat am Montag überraschend umfassende Militärmanöver rund um Taiwan angekündigt. Die Übungen, die den Namen „Justice Mission-2025“ tragen, umfassen Marine-, Luftwaffen-, Raketen- und Bodeneinheiten und sollen laut Pekings Militärführung ein „ernstes Warnsignal“ an „separatistische Kräfte“ in Taiwan und „ausländische Einmischung“ senden – gemeint sind vor allem die USA.

Live-Feuerübungen und Blockadesimulation

Am Dienstag sollen in fünf See- und Lufträumen rund um Taiwan scharfe Schüsse stattfinden. Chinas Ostkommando kündigte an, gezielt Blockade- und Kontrollszenarien von Häfen und Schlüsselzonen zu trainieren. Bereits am Montag kreuzten laut Taiwans Verteidigungsministerium 14 chinesische Kriegsschiffe und ebenso viele Küstenwachboote in der Nähe der Insel. Auch 89 chinesische Kampfjets wurden registriert – in taiwanesischen Luftraum sei bisher jedoch keines eingedrungen.

Taiwan verurteilt die Manöver scharf
Taiwans Regierung sprach von „militärischer Einschüchterung“ und kündigte an, „konkret auf die Bedrohung zu reagieren“. Präsident Lai Ching-te betonte die Verteidigung von Demokratie und Freiheit, ohne jedoch eine formale Unabhängigkeit Taiwans auszurufen – ein rotes Tuch für Peking.

Hintergrund: US-Waffenpaket in Rekordhöhe

Die Manöver folgen auf die Ankündigung eines 11,1 Milliarden Dollar schweren US-Waffenpakets an Taiwan – inklusive Raketen, Drohnen und Artilleriesystemen. Peking sieht darin eine massive Provokation und „Verletzung der nationalen Souveränität“. Die USA erkennen zwar offiziell die Volksrepublik China als einzig legitime Regierung an, sind aber per Gesetz verpflichtet, Taiwan bei der Selbstverteidigung zu unterstützen.

Peking droht mit „Schild gegen Einmischung“

Ein Plakat der chinesischen Armee zeigte martialisch „den Schild der Großen Mauer“ und den Slogan: „Jede äußere Einmischung wird am Schild zerschellen.“ Laut Experten zielt das aktuelle Manöver besonders auf die Verhinderung ausländischer Militärinterventionen – ein klarer Hinweis auf US-Truppen in der Region.

Fazit: Die Übungen markieren eine gefährliche Eskalation im Taiwan-Konflikt und sind das bislang deutlichste Signal Pekings: Die chinesische Führung ist bereit, den militärischen Druck massiv zu erhöhen – vor allem dann, wenn Taiwan und seine Unterstützer rote Linien überschreiten. Wie lange die Manöver andauern, ist derzeit unklar.

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