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Wachsende Sorgen um die Rente: US-Bürger verlieren Vertrauen in die Soziale Sicherheit

Zsubio (CC0), Pixabay
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Die Sorge um die Zukunft der US-Rentenversicherung („Social Security“) nimmt zu – und das nicht nur bei jungen Menschen. Auch ältere Amerikaner fürchten zunehmend um ihre finanzielle Absicherung im Alter. Zwei aktuelle Umfragen zeichnen ein deutliches Bild wachsender Unsicherheit – befeuert durch politische Entwicklungen unter der Trump-Regierung.

Vertrauen auf dem Tiefpunkt

Laut einer neuen AARP-Umfrage glauben nur noch 36 % der US-Bürger, dass die Sozialversicherung langfristig gesichert ist – ein deutlicher Rückgang gegenüber 43 % im Jahr 2020. Besonders auffällig: 52 % der älteren Befragten (45–75 Jahre) gaben an, heute weniger Vertrauen in das System zu haben als noch vor fünf Jahren.

Vorzeitiger Renteneintritt oder Aufschub

Ein Drittel der Befragten denkt inzwischen darüber nach, ihre Rentenansprüche früher geltend zu machen – aus Angst, dass ihnen sonst nichts mehr bleibt. Andere, vor allem zwischen 61 und 65 Jahren, wollen den Ruhestand aus politischen und wirtschaftlichen Gründen sogar aufschieben.

Finanzlücke rückt näher

Neue Regierungsprognosen zeigen: Schon 2034 könnten die Sozialversicherungsreserven aufgebraucht sein – ein Jahr früher als bisher angenommen. Bereits ab 2033 wird der Rentenfonds für Alters- und Hinterbliebenenleistungen allein nicht mehr voll gedeckt sein.

Trump und Musk verschärfen die Lage

Zusätzlichen Druck erzeugt die Politik der Trump-Regierung, insbesondere durch das „Department of Government Efficiency“ unter Elon Musk (der später ausstieg). Dieses veranlasste Kürzungen, Umstrukturierungen und Störungen im Betrieb der Rentenbehörde. Trump selbst sprach von „schockierendem Versagen“ und „mutmaßlichem Betrug“. Musk bezeichnete Social Security öffentlich als „größtes Schneeballsystem aller Zeiten“.

Verunsicherung wächst – quer durch alle Altersgruppen

Der Vertrauensverlust ist nicht parteiunabhängig: Laut AARP-Umfrage vertrauen 44 % der Republikaner, aber nur 32 % der Demokraten auf den Fortbestand der Rentenversicherung – ein Rollentausch im Vergleich zur Obama-Ära.

Auch die AARP selbst übte im Februar scharfe Kritik an der Rentenbehörde, unter anderem wegen unzumutbarer Wartezeiten und mangelhafter Kommunikation mit den Bürgern. Im März reagierten AARP-Mitglieder mit über zwei Millionen Nachrichten und Anrufen an den Kongress.

AARP warnt vor politischem Spiel mit der Altersvorsorge

„Wir können es uns nicht leisten, dass Politiker mit der Zukunft von Social Security spielen“, so AARP-Chefin Myechia Minter-Jordan anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Programms. Ihre Organisation kündigte an, sich weiterhin massiv für den Erhalt des Systems einzusetzen – als „ökonomisches Fundament für den Ruhestand ganzer Generationen“.

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