Im Zuge des eskalierenden Konflikts im Nahen Osten sind mindestens vier US-Soldaten bei einem Flugzeugabsturz im Irak ums Leben gekommen. Das bestätigte das US-Militär am Freitag. Gleichzeitig wurden mehrere Explosionen in der iranischen Hauptstadt Teheran gemeldet, während dort Zehntausende Menschen an einer großen politischen Kundgebung teilnahmen.
US-Tankflugzeug stürzt im Irak ab
Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) stürzte ein Luftbetankungsflugzeug im Westen des Iraks ab. An dem Vorfall waren zwei US-Tankflugzeuge beteiligt; eines davon konnte sicher landen.
Das Pentagon erklärte, der Absturz sei weder durch feindliches Feuer noch durch sogenanntes „Friendly Fire“ verursacht worden. Weitere Details zur Ursache wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Derzeit läuft eine Untersuchung.
Dennoch meldete eine iranische Proxy-Miliz, sie habe für den Absturz die Verantwortung übernommen – eine Darstellung, die von US-Seite bislang nicht bestätigt wurde.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und der Vorsitzende der US-Generalstabschefs, General Dan Caine, wollten den Vorfall in einer Pressekonferenz im Pentagon näher erläutern.
Explosionen während Al-Quds-Tag in Teheran
Parallel dazu berichteten iranische Staatsmedien von mehreren Explosionen in Teheran, wo sich große Menschenmengen zur jährlichen Al-Quds-Demonstration versammelt hatten. Der Aktionstag gilt international als Demonstration der Solidarität mit den Palästinensern.
Laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA wurde bei einem Angriff eine Frau getötet. Iran machte die USA und Israel für die Explosionen verantwortlich. Israel hatte zuvor angekündigt, militärische Ziele in Teheran anzugreifen, äußerte sich bislang jedoch nicht zu den aktuellen Vorfällen.
Trotz der Sicherheitslage nahmen zahlreiche hochrangige iranische Politiker an der Kundgebung teil, darunter Präsident Masoud Pezeshkian.
Weitere Angriffe in der Region
Die Spannungen in der Region nehmen weiter zu. Israel erklärte zuvor, seine Luftwaffe habe rund 200 Ziele im Iran angegriffen. Gleichzeitig kam es zu Raketenangriffen auf Nordisrael, bei denen Gebäude beschädigt wurden.
Auch mehrere Staaten im Persischen Golf berichten über Angriffe. In Oman kamen zwei ausländische Staatsbürger ums Leben, während in Dubai Explosionen zu hören gewesen sein sollen.
Ölpreise bleiben hoch
Die militärische Eskalation wirkt sich auch stark auf die Weltwirtschaft aus. Nachdem der Straße von Hormus – eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt – weitgehend blockiert wurde, stiegen die Energiepreise deutlich an.
Der Ölpreis liegt derzeit weiterhin um die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel. Analysten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass die Preise im Jahr 2026 um rund 20 Prozent höher liegen könnten als ursprünglich erwartet.
US-Präsident Donald Trump erklärte unterdessen, die Vereinigten Staaten könnten notfalls militärische Begleitschiffe für Öltanker durch die Straße von Hormus einsetzen, um den internationalen Handel zu sichern.
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