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Videos werfen Fragen zum tödlichen Schuss auf Alex Pretti in Minneapolis auf

qimono (CC0), Pixabay
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Mehrere Videos von Augenzeugen zeigen den tödlichen Schuss auf den 37-jährigen Alex Pretti durch Bundesbeamte in Minneapolis am 24. Januar. Die Aufnahmen widersprechen in zentralen Punkten der Darstellung des US-Heimatschutzministeriums (DHS).

Nach Angaben des DHS soll Pretti bewaffnet auf Beamte der Grenzschutzbehörde zugegangen sein. Die Beamten hätten versucht, ihn zu entwaffnen, woraufhin er „gewaltsam Widerstand“ geleistet habe. Aus Angst um ihr Leben habe ein Agent in Notwehr geschossen.

Die veröffentlichten Videoaufnahmen zeigen jedoch etwas anderes: Pretti ist kurz vor der Schussabgabe mit erhobenem Mobiltelefon zu sehen. In mehreren Perspektiven wirkt es, als halte er keinen Gegenstand in der Hand, der als Waffe erkennbar wäre. Er tritt offenbar zwischen einen Beamten und eine andere Person, die zuvor gestoßen wurde.

Nach dem Einschreiten wird Pretti mit Reizspray besprüht und von mehreren Beamten zu Boden gebracht. Videos zeigen, wie er auf Händen und Knien liegt, umringt von mindestens acht Einsatzkräften. Kurz darauf sind Schüsse zu hören. Danach bricht Pretti zusammen.

Die Polizei von Minneapolis bestätigte, dass Pretti legal eine Schusswaffe besaß und über eine gültige Trageerlaubnis verfügte. Das DHS erklärte, er habe eine halbautomatische Pistole sowie zwei Magazine bei sich gehabt. In den Videos ist ein Einsatz oder Ziehen der Waffe jedoch nicht erkennbar.

Der Vorfall wird derzeit auf Bundesebene untersucht. Lokale Behörden erklärten, sie seien an einer eigenen Untersuchung gehindert worden.

Der Tod Prettis ist Teil einer Serie tödlicher Einsätze von Bundesbeamten in Minneapolis in den vergangenen Wochen und hat erneut Proteste gegen die Einwanderungspolitik und das Vorgehen der Bundesbehörden ausgelöst.

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