Es gibt Dinge im Fußball, die sind so sicher wie ein verschossener Elfmeter in einem Elfmeterschießen: Wenn ein saudischer Klub mit einem Lastwagen voller Geld vorfährt, sagen die meisten Spieler nicht „Nein, danke“. Und genau so verabschiedet sich nun auch Victor Boniface aus Leverkusen Richtung Al-Nassr – denn seien wir ehrlich: 70 Millionen Euro sind einfach überzeugender als eine schöne Aussicht auf den Rhein.
Vom Double zum Dirham – Boniface macht den Abflug
Letzte Saison war Boniface noch der gefeierte Held von Bayer 04 Leverkusen. Meisterschaft? Check. Pokalsieg? Check. Dosenöffner im Angriff? Doppelt Check. Doch jetzt, nach nur einer Saison, hat er sich wohl gedacht: „Einmal Meister sein reicht – jetzt will ich lieber mit Ronaldo kicken und dabei mein Konto aufpumpen.“
Laut dem Kicker und Sky haben sich alle Beteiligten nach einem kurzen Gespräch auf den Deal geeinigt. Vermutlich ging das etwa so:
Al-Nassr: „70 Millionen für Boniface.“
Leverkusen: „Deal.“
Boniface: „Wo muss ich unterschreiben?“
Schnell noch der Medizincheck und ab in die Sonne
Auch die medizinische Untersuchung hat Boniface bestanden – was natürlich besonders spannend ist, wenn man bedenkt, dass er erst seit kurzem wieder fit ist. Aber egal, wer 70 Millionen auf den Tisch legt, wird wohl kaum den Scan seiner Oberschenkelmuskulatur beanstanden.
Trainer Xabi Alonso reagierte auf die Neuigkeiten betont entspannt und tat so, als sei der Wechsel nur eine Randnotiz im Saisonverlauf. „Ja, es gibt diese Situation. Es werden Gespräche geführt. Wir müssen abwarten.“
Nun ja, jetzt gibt es keine „Situation“ mehr – nur noch einen Koffer mit sehr viel Geld und einen freigewordenen Platz im Angriff.
Bayer hält sich an den Fußball-Markttrend: Verkaufen, kassieren, weiterschauen
Mit einer Ablösesumme nahe der 70 Millionen Euro wird Boniface der zweitteuerste Transfer der Leverkusener Geschichte – direkt nach Kai Havertz, der 2020 für 80 Millionen nach Chelsea wechselte. Und seien wir ehrlich: Auch wenn Alonso betont, dass er auch ohne Ersatz „gut mit der Situation leben kann“, wird sich Bayer wahrscheinlich bald wieder im Transfermarkt umschauen – denn ein neuer Stürmer muss her.
Währenddessen kann sich Boniface auf ein aufregendes neues Kapitel freuen: 30+ Grad, Top-Gehalt und Cristiano Ronaldo als Teamkollegen. Klingt nach einem fairen Deal – zumindest für ihn. Ob Leverkusen ihn sportlich vermissen wird? Wahrscheinlich. Ob die 70 Millionen helfen, den Schmerz zu lindern? Definitiv.
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