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Verzweifelte Warten: Identifizierung der Brandopfer in Crans-Montana dauert an

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Nach dem verheerenden Brand in der Silvesternacht in der Bar Le Constellation im Schweizer Skiort Crans-Montana, bei dem rund 40 Menschen ums Leben kamen und über 100 teils schwer verletzt wurden, bleibt vieles ungewiss. Besonders belastend für Angehörige: Die Identifizierung der Opfer wird noch Tage in Anspruch nehmen.

Keine Liste, keine Spuren – nur DNA hilft

Wie die Schweizer Zeitung Tagesanzeiger berichtet, erschwert vor allem das Fehlen einer Gästeliste die Arbeit der Ermittler. Viele Opfer sind jung, technische Hilfsmittel wie Implantate zur Identifizierung fehlen – es bleibt fast nur der DNA-Abgleich. Ein mühsamer, emotional aufreibender Prozess, der durch internationale Abstimmungen mit Angehörigen zusätzlich verzögert wird.

Kerzen, Tränen, Hoffnung

Am Unglücksort zünden Trauernde Kerzen an. In Crans-Montana herrscht Hochsaison – viele Opfer sind vermutlich Touristen. Laut aktuellen Informationen befinden sich unter den Verletzten mindestens 15 Italiener, viele weitere werden vermisst. Österreicher sind nach bisherigen Angaben nicht betroffen.

„Eine der schlimmsten Tragödien der Schweiz“

Polizeichef Frederic Gisler und Bundespräsident Guy Parmelin sprechen von einem der schwersten Unglücke, das die Schweiz je erlebt hat. Die Verletzten erlitten meist schwere Verbrennungen. Viele wurden in Spezialkliniken nach Lausanne und Zürich verlegt. Für Angehörige wurde eine Anlaufstelle eingerichtet.

Ursache weiter unklar – viele offene Fragen

Zum Hergang gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Zwei Augenzeuginnen berichteten von Wunderkerzen auf Champagnerflaschen, die womöglich das Feuer auslösten – bestätigt ist das nicht. Klar ist nur: Es gab einen sogenannten „Flashover“ – einen rasch eskalierenden Flammenüberschlag.

Gerüchte über fehlende Notausgänge oder zu enge Zugänge zur Bar kommentieren die Behörden nicht. Die Ermittlungen laufen.

Ein Ort im Schockzustand

Crans-Montana, ein sonst mondäner Ferienort, ist nach der Katastrophe wie erstarrt. Viele der Opfer waren jung, das Leben lag noch vor ihnen. Die Schweiz trauert – und hofft auf Antworten.

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