Erleichterung in Australien und Deutschland: Eine 26-jährige deutsche Rucksacktouristin, die seit zwölf Tagen als vermisst galt, ist im Westen Australiens lebend aufgefunden worden. Die junge Frau sei nach Angaben der Polizei „angeschlagen, aber wohlauf“. Sie habe ein traumatisches Erlebnis durchgestanden – mit bemerkenswerter Tapferkeit, wie Martin Glynn von der Polizei in Western Australia betonte.
Rettung nach tagelanger Suche
Die Backpackerin wurde am Donnerstag nach intensiver Suche in der abgelegenen Karroun Hill Nature Reserve gefunden – rund 300 Kilometer nordöstlich von Perth. Sie wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Perth gebracht, wo sie nun medizinisch betreut wird. Lebensgefährliche Verletzungen habe sie laut Polizei nicht erlitten.
Allein im australischen Buschland
Die junge Frau war zuletzt am 29. Juni in dem kleinen Ort Beacon gesehen worden, einer abgelegenen Siedlung im sogenannten „Weizengürtel“ – bekannt für riesige Getreidefelder und seine dünne Besiedelung. Danach verlor sich ihre Spur.
Erst gestern wurde ihr Fahrzeug in der Wildnis entdeckt – offenbar war es durch ein technisches Problem liegen geblieben. Die Touristin hatte sich aus eigener Kraft nicht mehr weiterhelfen können und war damit im unbarmherzigen australischen Busch auf sich allein gestellt.
Insektenplage und Isolation
Während ihrer Zeit in der Wildnis wurde sie laut Polizei besonders von einer massiven Gelsenplage (Stechmücken) heimgesucht – ein zusätzlicher körperlicher und psychischer Belastungsfaktor in der ohnehin extremen Situation.
Keine Verbindung zur Außenwelt
Besondere Sorge hatte sich aufgebaut, weil die junge Frau ihre Familie in Castrop-Rauxel regelmäßig kontaktiert hatte – und plötzlich jeglicher Kontakt abbrach. Auch ihr Mobiltelefon war ausgeschaltet. Seit dem Fund des Fahrzeugs liefen großangelegte Suchaktionen aus der Luft und am Boden – mit dem nun glücklichen Ende.
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