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Verkehrsminister Wissing fordert frühere Überprüfung der EU-Flottengrenzwerte für CO2-Ausstoß

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Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich für eine frühere Überprüfung der EU-Flottengrenzwerte beim CO2-Ausstoß von Autos und Lastwagen ausgesprochen. Im Gespräch mit dem Nachrichtenportal t-online betonte Wissing, dass es dringend erforderlich sei, die Überprüfung der CO2-Vorgaben um jeweils ein Jahr vorzuziehen. Konkret schlägt er vor, die Überprüfung für Autos bereits 2025 und für Lastwagen im Jahr 2026 durchzuführen, anstatt wie ursprünglich geplant ein Jahr später.

„Die aktuellen Vorgaben zum CO2-Ausstoß von Autos sind unter den derzeitigen Bedingungen schlichtweg nicht erreichbar“, erklärte Wissing. Diese unrealistischen Ziele würden die Automobilindustrie massiv unter Druck setzen, ohne dass sie gleichzeitig einen echten Beitrag zum Klimaschutz leisten könnten. Die Flottengrenzwerte, die festlegen, wie viel CO2 die von einem Hersteller produzierten Fahrzeuge im Durchschnitt ausstoßen dürfen, seien derzeit eine große Belastung für die Branche. Wissing warnt davor, dass die Industrie Gefahr laufe, durch überambitionierte Regelungen ins Hintertreffen zu geraten, was nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch den internationalen Wettbewerb gefährde.

Ein wesentlicher Grund für die Schwierigkeiten, die Flottengrenzwerte zu erfüllen, ist der schleppende Absatz von Elektrofahrzeugen. Die Nachfrage nach klimafreundlichen Alternativen zu Verbrennungsmotoren wächst langsamer als erhofft. Dadurch liegen die tatsächlichen CO2-Emissionen der gesamten Fahrzeugflotte vieler Hersteller höher als ursprünglich prognostiziert. „Ohne eine stärkere Nachfrage nach Elektrofahrzeugen werden die berechneten Grenzwerte nicht zu halten sein“, so Wissing. Er plädiert dafür, die Regulierung an die realen Marktbedingungen anzupassen, um eine bessere Balance zwischen ambitionierten Klimazielen und den praktischen Herausforderungen der Industrie zu schaffen.

Wissing bekräftigte, dass es ihm nicht darum gehe, den Klimaschutz zu schwächen, sondern vielmehr die wirtschaftlichen Realitäten zu berücksichtigen. „Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir ambitionierte Klimaziele erreichen, ohne dabei unsere Industrie zu überfordern.“ Die Elektromobilität spiele zweifellos eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel, doch solange die Infrastrukturen für Elektrofahrzeuge und deren Marktakzeptanz nicht ausreichend entwickelt seien, müssten die Flottengrenzwerte flexibel angepasst werden.

Der Verkehrsminister forderte die EU-Kommission auf, zeitnah zu handeln, um eine realistische und zukunftsfähige Lösung zu finden. „Es liegt in unserer Verantwortung, den Wandel zur klimafreundlichen Mobilität so zu gestalten, dass er für alle machbar ist – sowohl für die Industrie als auch für die Verbraucher,“ betonte Wissing. Nur mit einer vernünftigen Anpassung der Grenzwerte könne die Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge langfristig erfolgreich sein.

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