Wenn Schnäppchenjäger auf Streikende treffen, weiß man: Es ist Black Friday bei Amazon, und Verdi ist bereit, den Lieferwahnsinn gehörig ins Stocken zu bringen. Mit 60 geplanten Aktionen in 30 Ländern will die Gewerkschaft die Aufmerksamkeit der Welt auf die angeblich mickrige Bezahlung und andere Missstände beim Online-Giganten lenken. Denn offenbar sind Rabatte nicht das Einzige, was bei Amazon gedrückt wird.
Bad Hersfeld wird zur Streikhochburg
Der zentrale Schauplatz des Protests ist Bad Hersfeld in Hessen, wo sich rund 1.200 Streikende aus verschiedenen Standorten versammeln wollen. Mit Protestzügen und einer Veranstaltungshalle als Basislager wird das beschauliche Städtchen wohl zur lautstarken Anti-Amazon-Zentrale. Ob die Pakete dort in diesem Jahr pünktlich unterm Weihnachtsbaum landen? Fraglich.
30 Länder, 60 Aktionen – das ist kein Sparangebot
Verdi hat sich mit internationalen Gewerkschaften zusammengetan, um Amazon weltweit auf die Nerven zu gehen. Von Amerika bis Australien sollen Mitarbeiter für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen, während Konsumenten verzweifelt ihre reduzierten Kopfhörer und Smartwatches in den Warenkorb legen. Ein bisschen Chaos gehört schließlich zur Black-Friday-Tradition.
Amazon: Die Logistik läuft – zumindest irgendwie
Amazon betreibt in Deutschland 23 riesige Logistikzentren, und genau dort will Verdi ansetzen. Das Ziel: Lieferketten lahmlegen, bevor die Pakete überhaupt in die Auslieferungswagen kommen. Amazon bleibt jedoch gelassen – schließlich ist man in den letzten Jahren schon an Streiks gewöhnt und setzt auf das bewährte Rezept: Ersatzkräfte und jede Menge Optimismus.
Fazit: Schnäppchenjäger gegen Streik-Strategen
Während Amazon-Kunden hektisch auf den „Jetzt kaufen“-Button drücken, kämpfen Verdi und Co. mit Transparenten und Trillerpfeifen für bessere Arbeitsbedingungen. Ob der Protest den milliardenschweren Konzern tatsächlich ins Schwitzen bringt oder nur für ein paar verspätete Päckchen sorgt, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Dieser Black Friday wird heiß – aber nicht nur wegen der Deals.
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