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Verbündete zögern bei Trumps Forderung nach Einsatz im Persischen Golf

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump versucht derzeit, internationale Unterstützung für eine Militärkoalition zum Schutz der wichtigen Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus zu gewinnen. Doch mehrere Verbündete reagieren bislang zurückhaltend auf die Forderung, Kriegsschiffe in die Region zu entsenden.

Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Engpässen des weltweiten Energiehandels. Normalerweise passiert etwa ein Fünftel des globalen Ölhandels die Meerenge zwischen Iran und Oman. Seit Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran ist der Schiffsverkehr jedoch stark eingeschränkt. Teheran betrachtet die Passage derzeit als unter „besonderen Bedingungen“ stehend.

Nach Angaben von US-Regierungsvertretern bemühten sich amerikanische Diplomaten am Wochenende intensiv, Partner für eine internationale Sicherheitsmission zu gewinnen. Ziel sei es, die freie Schifffahrt wiederherzustellen und den globalen Energiehandel zu stabilisieren. Details über mögliche Teilnehmer oder konkrete militärische Beiträge sind jedoch noch unklar.

Auch enge Verbündete der USA zeigen sich vorsichtig. Der britische Premierminister Keir Starmer erklärte, sein Land arbeite zwar mit Partnern an einem Plan zur Wiederöffnung der Handelsroute, konkrete Zusagen für militärische Einsätze machte er jedoch nicht. Andere Staaten äußerten sich ähnlich zurückhaltend. Selbst Japans Regierung ließ offen, ob sie Kriegsschiffe in die Region entsenden würde.

Auch aus Deutschland kamen skeptische Signale. Regierungssprecher erklärten, der Konflikt habe nichts mit der NATO zu tun und sei „kein Krieg der Allianz“. Eine Beteiligung deutscher Streitkräfte an Einsätzen in der Straße von Hormus werde derzeit nicht in Betracht gezogen.

Während die diplomatischen Gespräche laufen, verschärft sich die militärische Lage im Nahen Osten weiter. Israel teilte mit, eine „begrenzte und gezielte“ Bodenoffensive gegen die Hisbollah im Süden des Libanon begonnen zu haben. Ziel sei es, Bedrohungen für die Bevölkerung im Norden Israels zu beseitigen. Laut israelischen Angaben wurden Hunderttausende Menschen aus den betroffenen Gebieten evakuiert.

Parallel dazu setzt Israel seine Angriffe auf Ziele im Iran fort. In der Hauptstadt Teheran waren am Montag erneut Explosionen und große Rauchwolken zu sehen. Israel erklärte, dabei Infrastruktur für militärische Programme angegriffen zu haben.

Auch in anderen Ländern der Region kommt es zu Zwischenfällen. In Abu Dhabi wurde eine Person getötet, nachdem eine Rakete ein Fahrzeug getroffen hatte. Zudem kam es im Emirat Fudschaira nach einem Drohnenangriff zu einem Brand in einer Industriezone für Erdölprodukte.

Die zunehmenden Spannungen wirken sich bereits deutlich auf die Weltmärkte aus. Der Ölpreis stieg zuletzt auf den höchsten Stand seit Mitte 2022, während Regierungen und Energieexperten versuchen, die Auswirkungen auf die globale Energieversorgung zu begrenzen.

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