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Verbraucherschützer verklagen Hornbach: „Heimische Pflanzen“-Werbung entpuppt sich als Greenwashing

Ylanite (CC0), Pixabay
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Die Verbraucherzentrale Sachsen hat die Baumarktkette Hornbach verklagt. Der Vorwurf: irreführende Werbung im Online-Shop. Konkret geht es um Pflanzen wie Forsythien und Apfelrosen, die dort als „heimisch“ und „ideal für Insekten und Vögel“ beworben wurden.

Nach Ansicht der Verbraucherschützer stimmt das jedoch nicht: Beide Arten stammen ursprünglich nicht aus Europa. Statt zur Förderung der Artenvielfalt beizutragen, könnten sie laut Fachleuten die heimische Biodiversität gefährden.

Kritik: Greenwashing statt Naturschutz

Die Verbraucherzentrale wirft Hornbach vor, sich mit einem „grünen Image“ schmücken zu wollen – ohne Rücksicht auf die tatsächliche ökologische Wirkung. Denn Verbraucher, die mit guten Absichten für Insekten und Vögel einkaufen, könnten durch solche Werbeaussagen in die Irre geführt werden.

„Viele Kundinnen und Kunden verlassen sich auf die Angaben großer Händler. Wenn dort Pflanzen als heimisch deklariert werden, obwohl sie es nicht sind, wird Verbrauchertäuschung betrieben“, betonen die Verbraucherschützer.

Warum die Herkunft entscheidend ist

  • Heimische Pflanzen sind an Klima, Böden und die Bedürfnisse von Bienen, Schmetterlingen und Vögeln angepasst.

  • Fremde Arten hingegen bieten oft keine Nahrung oder verdrängen einheimische Gewächse.

  • Manche nicht-heimischen Pflanzen können sogar zu invasiven Arten werden, die ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringen.

Bedeutung über den Einzelfall hinaus

Der Prozess gegen Hornbach ist mehr als ein Einzelfall: Er reiht sich ein in die Diskussion über Greenwashing. Immer mehr Unternehmen werben mit Schlagworten wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“ oder „biodiversitätsfördernd“. Doch nicht selten handelt es sich dabei um schöne Worte statt echter Substanz.

Ausblick

Ob Hornbach die Vorwürfe entkräften kann, wird nun vor Gericht entschieden. Für Verbraucher bedeutet der Fall aber schon jetzt: Nicht jede grüne Werbeaussage ist automatisch glaubwürdig. Wer seinen Garten wirklich insektenfreundlich gestalten will, sollte sich bei unabhängigen Naturschutzorganisationen informieren, welche Pflanzen tatsächlich heimisch und ökologisch sinnvoll sind.

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