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Venezuelas Interimspräsidentin Rodríguez weist US-Einfluss zurück

syafrani_jambe (CC0), Pixabay
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Venezuelas amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez hat sich deutlich gegen die politische Einflussnahme der Vereinigten Staaten ausgesprochen. Bei einer Rede vor Ölarbeitern in der Küstenstadt Puerto La Cruz erklärte sie am Sonntag, sie habe „genug von Washingtons Befehlen“.

„Lasst die venezolanische Politik ihre eigenen Konflikte lösen. Diese Republik hat bereits einen hohen Preis dafür gezahlt, sich gegen Extremismus und äußere Einmischung zu behaupten“, sagte Rodríguez im Rahmen einer im Staatsfernsehen übertragenen Veranstaltung.

Seit der Festnahme von Ex-Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores durch US-Kräfte Anfang Januar führt Rodríguez das Land übergangsweise. Obwohl sie zunächst mit Unterstützung aus Washington eingesetzt wurde, versucht sie nun, mehr Unabhängigkeit zu demonstrieren und sich von Forderungen der US-Regierung zu distanzieren.

Ein zentraler Punkt des außenpolitischen Drucks betrifft die venezolanische Ölpolitik. Die USA forderten zuletzt unter anderem, dass Venezuela seine Beziehungen zu Ländern wie China, Russland, Kuba und dem Iran beendet und künftig ausschließlich mit amerikanischen Energieunternehmen zusammenarbeitet. Rodríguez betonte jedoch, dass die venezolanische Souveränität nicht verhandelbar sei.

Venezuela ist stark vom Erdöl abhängig. Das Land verfügt über die weltweit größten bekannten Vorkommen an Schweröl – eine Sorte, die sich besonders für Raffinerien in den USA eignet. In den letzten Jahren hatte jedoch der wirtschaftliche und politische Niedergang die Produktion massiv beeinträchtigt.

Innenpolitisch bleibt Venezuela tief gespalten. Während ein Teil der Bevölkerung weiterhin Maduro unterstützt, stellen sich viele linke Gruppierungen, darunter sogenannte „Chavistas No-Maduristas“, gegen ihn. Sie werfen ihm vor, die Ideale des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez verraten zu haben.

Rodríguez steht somit vor der schwierigen Aufgabe, innenpolitische Stabilität herzustellen und gleichzeitig eine außenpolitische Balance zu finden – zwischen dem Einfluss globaler Großmächte und dem Anspruch auf nationale Selbstbestimmung.

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