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Venezuela wirft USA „Provokation in der Karibik“ vor – Fischer berichten von Kaperung durch US-Soldaten

Kaufdex (CC0), Pixabay
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Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Venezuela haben sich erneut verschärft. Die Regierung in Caracas beschuldigt Washington, in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) des Landes gegen internationales Recht verstoßen zu haben.

Vorfall mit venezolanischem Fischerboot

Außenminister Yvan Gil erklärte am Samstag, US-Soldaten hätten das venezolanische Fischerboot Carmen Rosa gekapert. Der Zwischenfall habe sich rund 48 Seemeilen nordöstlich der Insel La Blanquilla ereignet. Demnach seien bewaffnete Besatzungsmitglieder des Zerstörers „USS Jason Dunham“ an Bord gegangen, hätten die neun Fischer für acht Stunden festgehalten und jede Kommunikation nach außen unterbunden.

Bei einer Pressekonferenz präsentierte Gil ein Video, das zeigen soll, wie sich US-Soldaten in einem Schlauchboot dem venezolanischen Kutter nähern. Caracas wertet den Vorfall als „klare Verletzung der Souveränität“ und als Versuch, die Spannungen gezielt zu verschärfen.

„Suche nach Vorwand für Eskalation“

In einer Mitteilung des Außenministeriums hieß es: „Wer den Befehl für die Provokation gegeben hat, sucht nach einem Vorwand, um eine kriegerische Eskalation in der Karibik zu rechtfertigen.“ Die Regierung kündigte an, den Fall vor internationale Gremien zu bringen.

Zunehmende militärische Präsenz der USA

Bereits in den vergangenen Wochen hatten die USA ihre militärische Präsenz in der Karibik verstärkt. Mehrere Kriegsschiffe wurden in internationale Gewässer vor der venezolanischen Küste verlegt – offiziell, um Drogenschmuggel zu bekämpfen. Dabei war es zum Beschuss eines mutmaßlichen Schmugglerboots des berüchtigten Syndikats Tren de Aragua gekommen, bei dem elf Menschen ums Leben kamen.

Darüber hinaus wurden Pläne bekannt, zusätzliche Kampfflugzeuge nach Puerto Rico zu verlegen. Washington begründet die Maßnahmen mit der wachsenden Bedeutung der Region für den Kampf gegen organisierte Kriminalität und illegale Handelsrouten.

Risiko einer Eskalation

Analysten warnen, dass die militärischen Manöver der USA und die scharfen Vorwürfe Venezuelas zu einer gefährlichen Eskalation führen könnten. Caracas versucht zugleich, internationale Unterstützung zu mobilisieren – insbesondere von Partnerstaaten wie Russland, China und Kuba.

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