Unter sanftem, kaum spürbarem Druck aus Washington – ungefähr so subtil wie ein Presslufthammer – beginnt Venezuela offenbar damit, die jahrzehntelange Sicherheits-WG mit Kuba aufzulösen. Insider berichten, dass kubanische Sicherheitsberater und Ärzte derzeit ihre Koffer packen. Man munkelt, manche hätten „Bis bald?“ statt „Adiós“ gesagt – man weiß ja nie.
Interimspräsidentin Delcy Rodríguez setzt laut Quellen inzwischen lieber auf heimische Leibwächter statt auf kubanische Eliteeinheiten. Vertrauen ist gut, venezolanische Bodyguards sind offenbar besser – zumindest, wenn in Washington jemand mit Zolltabellen winkt.
Vom revolutionären Bruderbund zur diplomatischen Neuorientierung
Die einst so feste Allianz, geboren unter Hugo Chávez und jahrzehntelang als politisches Sicherheitsnetz genutzt, bekommt nun Risse. Was früher als „sozialistische Solidarität“ galt, klingt heute eher nach „strategischer Neuausrichtung“.
Ein Insider behauptet, der Rückzug erfolge auf direkte Anweisung von Rodríguez – angeblich, um US-Forderungen zu erfüllen. Inoffiziell heißt es, man wolle „die Temperatur im Weißen Haus etwas herunterdrehen“. Klimapolitik mal anders.
Offizielle Stellungnahmen aus Havanna oder Caracas? Fehlanzeige. Dafür meldet sich das Weiße Haus gut gelaunt zu Wort und spricht von „sehr guten Beziehungen“ zu Caracas. Wenn Washington zufrieden klingt, sollte man in der Region hellhörig werden.
Kubas Spezialität: Putsch-Prävention deluxe
Jahrelang galten kubanische Geheimdienstmitarbeiter als fester Bestandteil des venezolanischen Sicherheitsapparats. Experten betonen, dass die Strategie zur Verhinderung von Umstürzen „brillant funktioniert“ habe.
Ob sie Maduro letztlich nicht schützen konnten? Geschenkt. Hauptsache, das System lief stabil – zumindest aus Sicht der Verantwortlichen.
Jetzt heißt es offenbar: Danke für die Zusammenarbeit, bitte Ausweise abgeben.
Öl-Stopp mit Nebenwirkungen
Parallel blockiert Washington seit Mitte Dezember venezolanische Öllieferungen nach Kuba. Ziel: politischer Druck. Ergebnis: Energiesparmodus.
Seit Wochen sind keine Tanker mehr angekommen. In Havanna gehen die Lichter aus – teils wortwörtlich. Universitäten schließen, Busse fahren seltener, Arbeitszeiten schrumpfen. Das öffentliche Leben steht auf Sparflamme.
Kuba kämpfte ohnehin schon mit Stromausfällen, Lebensmittelknappheit und Medikamentenmangel. Jetzt kommt noch die Kategorie „geopolitisch bedingte Dunkelheit“ hinzu.
Hilfe von außen – und viele diplomatische Floskeln
Spanien kündigte humanitäre Hilfe über die UNO an, Mexiko lieferte bereits 800 Tonnen Unterstützung. Im März soll eine internationale Hilfsflotte folgen. Man könnte sagen: Wenn das Öl nicht kommt, kommt wenigstens Reis.
Kubas Außenminister betonte auf X den Wunsch nach stärkerem Dialog mit Spanien – und kritisierte zugleich die „zunehmende Feindseligkeit“ der USA. Zwischen den Zeilen liest man: Der politische Tango in der Karibik bleibt kompliziert.
Fazit: Neue Freunde, alte Rechnungen
Was bleibt?
Venezuela richtet sich offenbar etwas neu aus – weg vom revolutionären Dauer-Abo mit Havanna, hin zu vorsichtigem Flirten mit Washington.
Ob das eine echte Wende ist oder nur eine taktische Pause im Dauerdrama der Karibikpolitik, wird sich zeigen.
Fest steht: In der internationalen Politik gilt wie immer – Allianzen sind ewig. Bis sie es nicht mehr sind.
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