Startseite Allgemeines Venezuela entdeckt den freien Markt – nach kurzer militärischer Beratung
Allgemeines

Venezuela entdeckt den freien Markt – nach kurzer militärischer Beratung

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
Teilen

Kaum drei Wochen nachdem die USA in Venezuela „nach dem Rechten gesehen“, Präsident Nicolás Maduro eingesammelt und vermutlich ordentlich beschriftet haben, entdeckt Caracas plötzlich die Vorteile des privaten Unternehmertums. Zufälle gibt’s!

Das Parlament hat nun beschlossen, den bislang streng staatlich gehüteten Ölsektor vorsichtig zu öffnen. In der ersten Lesung wurde ein Gesetzesentwurf gebilligt, der es künftig privaten Unternehmen mit Sitz in Venezuela erlauben soll, Öl zu fördern. Revolutionär – zumindest gemessen an den letzten 20 Jahren.

Vom Staatsmonopol zum marktwirtschaftlichen Erwachen

Bisher durften nur Gemeinschaftsunternehmen mit dem Staatskonzern PDVSA im Ölgeschäft mitmischen – natürlich mit staatlicher Mehrheit, ideologischer Aufsicht und gelegentlicher politischer Belehrung.

Jetzt heißt es plötzlich:
Markt, Wettbewerb, Investoren – aber bitte patriotisch und mit Heimadresse.

Das Gesetz muss zwar noch durch eine zweite Lesung, doch Beobachter rechnen fest damit: Wenn schon die Tanks leer sind, darf wenigstens das Ideologiebuch etwas ausgedünnt werden.

USA regulieren den Ölpreis – Fairness jetzt auch militärisch abgesichert

Währenddessen erklärte ein US-Regierungsvertreter, China dürfe weiterhin venezolanisches Öl kaufen – aber bitte nicht mehr so billig. Denn günstige Preise seien unfair. Offenbar gibt es jetzt auch beim Rohöl ethische Mindestpreise, überwacht per Satellit, Flugzeugträger und Excel-Tabelle.

China, jahrelang treuer Abnehmer venezolanischen Öls, muss sich nun daran gewöhnen, Marktpreise zu zahlen, wie sie Washington gerade für angemessen hält.

45 Dollar sind das neue Freiheitsbarrel

US-Energieminister Chris Wright erklärte stolz, die USA erzielten aktuell 45 Dollar pro Barrel venezolanisches Öl. Unter Maduro seien es lediglich 31 Dollar gewesen – was ökonomisch, moralisch und geopolitisch offenbar gleichermaßen unhaltbar war.

Schon am 3. Januar, unmittelbar nach der Festnahme Maduros, kündigte Washington an, den Ölverkauf Venezuelas künftig „auf unbestimmte Zeit zu kontrollieren“.
Manche nennen das Einmischung, andere: professionelles Rohstoffmanagement mit militärischem Rückhalt.

Fazit: Der Markt regelt alles – wenn man ihn lässt (oder zwingt)

Venezuela öffnet seinen Ölsektor, China zahlt mehr, die USA kassieren mit – und irgendwo dazwischen liegt plötzlich der freie Markt.

Man lernt:
👉 Sozialismus funktioniert hervorragend.
👉 Bis jemand mit Flugzeugen erklärt, wie Kapitalismus richtig geht.

 

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Vance verteidigt Festnahme eines fünfjährigen Kindes – Eskalation bei US-Einwanderungsrazzien in Minnesota

Der US-Vizepräsident JD Vance hat den Einsatz von Bundesbeamten verteidigt, bei dem...

Allgemeines

update Wintersturm in den USA

Ein außergewöhnlich starker Wintersturm wird ab Freitag große Teile der Vereinigten Staaten...

Allgemeines

Insolvenz:Black Forest Rides GmbH

10 IN 46/26 In dem Verfahren über den Antrag Black Forest Rides...

Allgemeines

TrusTyfy Deutschland GmbH & Co. KG: Vertrauenswürdig schon im Namen – was soll da schiefgehen?

Die BaFin schlägt Alarm: Die TrusTyfy Deutschland GmbH & Co. KG –...