Trotz einer stabilen Wirtschaft und steigender Unternehmensgewinne bleiben Risiken für das Bankensystem bestehen. Während die Zahl der Bankpleiten im Jahr 2024 mit nur zwei Fällen niedrig war, warnen Experten vor wiederkehrenden Problemen, die bereits in früheren Finanzkrisen eine Rolle spielten.
Wichtige Risikofaktoren für Banken
- Zins- und Liquiditätsrisiken: Schwankende Zinssätze können Banken belasten, insbesondere wenn sie stark von kurzfristigen Einlagen abhängen.
- Hohe Verschuldung und unzureichendes Kapital: Eine zu schnelle Expansion oder unzureichende Rücklagen erhöhen das Insolvenzrisiko.
- Unversicherte Einlagen: Ein großer Anteil an nicht durch Einlagensicherung geschützten Geldern kann zu Panikabhebungen führen, wie es bei früheren Bankenkrisen der Fall war.
- Komplexe Finanzprodukte: Neue und wenig regulierte Finanzinstrumente können unvorhergesehene Risiken mit sich bringen.
Die Rolle von Nicht-Banken
Ein wachsender Teil des Finanzsektors besteht aus Institutionen, die nicht als Banken gelten und daher außerhalb traditioneller Bankaufsicht agieren. Diese Unternehmen – darunter Investmentfonds, Versicherungen und alternative Kreditgeber – verwalten Vermögenswerte in Höhe von über 20 Billionen Dollar. Ihre engen Verflechtungen mit regulären Banken könnten im Krisenfall systemische Risiken verstärken.
Sollte die Einlagensicherung erhöht werden?
Aktuell sind Bankeinlagen in den USA bis zu 250.000 Dollar pro Person und Institut versichert, eine Grenze, die zuletzt 2008 angehoben wurde. Während private Kunden diese Grenze selten überschreiten, könnte sie für Unternehmen problematisch sein, da hohe Bargeldreserven für Lohnzahlungen oder Betriebskosten notwendig sind.
Experten diskutieren, ob eine höhere Einlagensicherung nötig wäre, um das Vertrauen in das Bankensystem zu stärken. Gleichzeitig könnten steigende Kosten für Banken eine flächendeckende Absicherung aller Einlagen unwirtschaftlich machen.
Ausblick und mögliche Gefahren
Zu den größten Herausforderungen für den Bankensektor gehören unvorhersehbare wirtschaftliche Schocks, wie plötzliche Zinserhöhungen, sowie das steigende Volumen an ungesicherten Einlagen. Experten warnen davor, die aktuelle Stabilität als selbstverständlich zu betrachten und fordern eine verstärkte Überwachung der Risiken.
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