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USA und China beenden Handelsgespräche ohne Durchbruch – Tariferhöhungen ab August möglich

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Die zweitägigen Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und China sind ohne eine formelle Einigung zu Ende gegangen. Damit droht eine neue Eskalation im Zollstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt – ab dem 12. August könnten massive Zollerhöhungen wieder in Kraft treten.

Gespräche „konstruktiv“ – Entscheidung liegt bei Trump

US-Finanzminister Scott Bessent und Handelsbeauftragter Jamieson Greer bewerteten die Gespräche in Stockholm als „produktiv“, betonten jedoch, dass es noch keine endgültige Entscheidung über eine Verlängerung der Zollpause gebe – diese müsse Präsident Donald Trump selbst treffen. Dieser äußerte sich am Dienstag optimistisch und kündigte an, sich bald mit Chinas Präsident Xi Jinping treffen zu wollen.

Uneinigkeit über angebliche Einigung

Während chinesische Medien berichteten, dass man sich bereits auf eine Verlängerung der Zollpause verständigt habe, widersprach Bessent deutlich: „Wir haben keine Einigung. Nichts ist entschieden, bevor nicht der Präsident zustimmt.“

Hintergrund: Truce-Gespräche seit Mai

Seit dem 90-tägigen Waffenstillstand in Genf im Mai und weiteren Verhandlungen in London im Juni hatten beide Seiten mehrere Zugeständnisse gemacht:

  • China senkte Zölle auf US-Waren von 125 % auf 10 %

  • Die USA reduzierten ihre Zölle auf chinesische Importe von 145 % auf 30 %

Doch eine neue Eskalation droht: Ohne Einigung könnten die US-Zölle auf chinesische Waren um weitere 34 % steigen.

Streitpunkt: Seltene Erden und Lieferketten

Ein zentraler Konfliktpunkt bleibt die chinesische Exportkontrolle bei seltenen Erden – für die USA ein kritischer Rohstoff für Elektronik und Rüstung. Laut Bessent betreffe das „die gesamte globale Lieferkette“, nicht nur die USA.

Weitere Themen und Signale der Entspannung

  • Die USA hoben kürzlich das Exportverbot für Nvidia-Chips nach China auf

  • China beendete die Kartelluntersuchung gegen DuPont

  • Peking erklärte, zwei neue Fentanyl-Vorstufen zu regulieren – eine US-Forderung im Anti-Drogen-Kampf

  • TikTok war nicht Teil der aktuellen Gespräche

  • Parallel erreichte die Trump-Regierung ein Handelsabkommen mit der EU, das niedrigere Zölle vorsieht

  • Mit Vietnam gibt es laut Trump eine Vereinbarung – Details bleiben allerdings unklar

Ausblick

Obwohl die Gespräche in Stockholm ohne Abschluss endeten, gilt eine Einigung vor dem 12. August weiterhin als möglich. Bessent betonte, man habe sich lediglich noch nicht auf Details geeinigt – das letzte Wort habe nun Donald Trump.


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