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USA führen Luxus-Visa ein: Arbeiten nur noch für Reiche

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Kalifornien und 19 weitere, überwiegend demokratisch regierte US-Bundesstaaten haben genug – und klagen gegen die Trump-Regierung. Der Grund: Wer künftig mit einem H-1B-Arbeitsvisum in den USA arbeiten will, soll dafür satte 100.000 Dollar auf den Tisch legen. Aus dem Arbeitsvisum ist damit offiziell ein Premiumprodukt geworden – inklusive finanzieller Zugangskontrolle.

Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta nannte die neue Gebühr unverblümt das, was sie seiner Ansicht nach ist: illegal. Der Kongress habe niemals genehmigt, dass ein Visum teurer wird als ein Mittelklassewagen. Früher kostete das H-1B-Visum ein paar tausend Dollar – heute offenbar ein kleines Vermögen. Arbeiten in den USA? Nur noch für Arbeitgeber mit sehr tiefen Taschen.

Dabei ist das H-1B-Visum genau dafür gedacht, dringend benötigte Fachkräfte ins Land zu holen: Ärzte, IT-Spezialisten, Ingenieure, Pflegekräfte oder Lehrer. Mit der neuen Gebühr werde daraus jedoch eine Art wirtschaftlicher Hindernislauf. Wer es sich nicht leisten kann, bleibt draußen – Fachkräftemangel inklusive.

Bonta warnte, die Regelung belaste insbesondere öffentliche Arbeitgeber, also Schulen, Krankenhäuser und Universitäten. Gerade dort fehle es bereits massiv an Personal, etwa an Lehrern für Naturwissenschaften oder Fremdsprachen. Die neue Gebühr verschärfe das Problem – und zwar landesweit.

Passend dazu präsentierte Donald Trump kürzlich ein weiteres Produkt aus der Kategorie „USA exklusiv“: die „Trump Gold Card“. Preis: eine Million US-Dollar. Dafür gibt es ein Aufenthaltsrecht gleich im Goldrahmen. Botschaft klar: Arbeiten ist teuer – bleiben dürfen vor allem die Reichen.

Kritiker sehen darin weniger Einwanderungspolitik als ein Pay-to-Stay-Modell. Oder anders gesagt: Die USA bleiben offen – solange die Kreditkarte funktioniert.

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