In den Vereinigten Staaten steht heute mal wieder ein Tag ganz im Zeichen nationaler Einigkeit – gegen den Präsidenten. Unter dem charmanten Motto „No Kings“ („Keine Könige“) wollen Millionen Bürger quer durchs Land auf die Straße gehen. Und nein, es geht nicht um britische Royals, sondern um den Mann im Weißen Haus, der offenbar langsam seine Krönung plant.
Über 2.600 Demonstrationen sind angekündigt – was im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wohl das neue „Dienstag“ ist, wenn es um Massenproteste gegen die eigene Regierung geht. Die Organisatoren rechnen mit einer Rekordbeteiligung – vermutlich weil sich mittlerweile selbst einige Trump-Wähler fragen, ob „Checks and Balances“ nicht mehr als ein Scheckheft und ein Golf-Handicap sind.
Was bringt Menschen so auf die Palme?
Zum Beispiel die jüngste Idee, Truppen der Nationalgarde in Städte zu schicken, die es wagen, demokratisch regiert zu werden. Ein klassischer Move aus dem „Wie eskaliere ich eine Lage unnötig“-Lehrbuch. Besonders beliebt ist diese Strategie in Metropolen wie New York, San Francisco oder Atlanta, wo man sich sicher ist: Was hilft gegen soziale Spannungen besser als schwer bewaffnete Einheiten?
Historischer Anlass trifft politischen Größenwahn
Die Proteste knüpfen an eine frühere Aktion vom 14. Juni an – auch damals war „No Kings“ das Motto, auch damals ging es gegen Trump. Der Anlass? Eine Militärparade zum 250. Geburtstag der US-Armee, die – reiner Zufall – am 79. Geburtstag von Donald Trump stattfand. Wer hätte gedacht, dass eine Parade mit Panzern durch die Hauptstadt nicht automatisch als Herzensgeste an die Demokratie verstanden wird?
Fazit:
Während andere Präsidenten sich ein Denkmal setzen lassen, scheint Trump es lieber mit einer ganzen Armee zu tun – inklusive Patriotismus, Pomp und Panzern. Aber keine Sorge: Die Bevölkerung hat’s verstanden – und geht heute wieder landesweit demonstrieren. Nicht gegen Amerika. Sondern gegen den Mann, der glaubt, Amerika zu sein.
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