Willkommen in Amerika, wo der Sommer inzwischen von Mai bis Oktober dauert, Klimaanlagen so zuverlässig sind wie politische Versprechen – und Schatten ein Luxusgut ist.
Erin Ashlock-Romero, Mutter von drei Kindern und Besitzerin einer kaputten Klimaanlage, floh vor der Hitze in die Einzimmerwohnung ihrer Mutter. Andere hatten weniger Glück – oder weniger Großmütter.
Währenddessen in den Schulen: Lehrerinnen wie Whitney Holland manipulieren Thermostate mit feuchten Papiertüchern, damit die Kühlung anspringt. Fortbildung in „Notfallmanagement bei Amokläufen“? Check. Fortbildung in „Überleben bei 38 Grad im Klassenzimmer“? Fehlanzeige.
Die Regierung schlägt zurück – mit Gesetzen, die Vermieter zwingen, wenigstens irgendeine Form von Kühlung anzubieten. In der Zwischenzeit schmelzen Städte wie Houston munter weiter vor sich hin. Ursache: Asphalt, Beton und die brillante Idee, alles Grüne durch Parkplätze zu ersetzen.
Die Lösung? Bäume. Ja, ernsthaft: Städte wie Austin pflanzen hektisch nach, was sie vorher selbst abgeholzt haben. Motto: „Ohne Bäume kein Schatten – ohne Schatten kein Leben – und ohne Leben? Weniger Stromverbrauch!“
Bleibt nur eine Frage:
Wer braucht schon Klimapolitik, wenn wir alle bald in einer einzigen, riesigen Sauna leben?
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