US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Rückbenennung der Militärbasis Fort Liberty in Fort Bragg angeordnet. Damit macht er eine Entscheidung aus dem Jahr 2023 rückgängig, die im Zuge der landesweiten Rassismusdebatte nach den Protesten von 2020 getroffen wurde.
„Bragg ist zurück“ – Ein politisches Signal
Die Basis, eine der größten Militäranlagen der Welt, war ursprünglich nach dem konföderierten General Braxton Bragg benannt. Im Zuge einer gesetzlichen Umbenennungsinitiative wurden Namen entfernt, die mit der Konföderation – dem Bündnis der Südstaaten im US-Bürgerkrieg – in Verbindung standen.
Mit der Entscheidung für die Rückbenennung setzt Hegseth jedoch auf eine kreative Lösung, um das Verbot von konföderierten Namen durch den Kongress von 2021 zu umgehen. Offiziell wird die Basis nun nach Private First Class Roland Bragg benannt, einem Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg mit Auszeichnung diente.
„Das ist richtig, Bragg ist zurück“, verkündete Hegseth in einem vom Verteidigungsministerium veröffentlichten Video, während er das Memorandum zur Namensänderung unterzeichnete.
Politischer Hintergrund und Trumps Einfluss
Die Rückkehr zum alten Namen wurde bereits von Präsident Donald Trump im Wahlkampf 2024 versprochen. Er hatte sich gegen die ursprüngliche Umbenennung ausgesprochen und betont, dass die Namensänderungen aus politischen Gründen erfolgt seien.
Fort Bragg wurde 1918 gegründet und ist die Heimat der Luftlande- und Spezialeinheiten der US-Armee mit über 57.000 stationierten Soldaten.
Die Entscheidung von Hegseth wird von Kritikern als politisch motiviert angesehen, während Befürworter argumentieren, dass sie der langen Geschichte der Basis gerecht wird. Wie sich dieser Schritt auf die laufenden Debatten um historische Namensgebungen in den USA auswirkt, bleibt abzuwarten.
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