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US-Immobilienmarkt im freien Fall: Hausverkäufe erreichen niedrigstes Niveau seit den 90ern

Herrfilm (CC0), Pixabay
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Der US-Häusermarkt steckt in der tiefsten Krise seit Jahrzehnten. Im Jahr 2024 wurden nur 4,06 Millionen bestehende Häuser verkauft – so wenige wie seit 1995 nicht mehr. Das bedeutet das dritte Jahr in Folge sinkender Verkaufszahlen und einen dramatischen Absturz gegenüber 2021, als noch 6,1 Millionen Immobilien den Besitzer wechselten.

Die Ursache? Horrende Kosten für Hauskäufer.

Hypothekenzinsen sind drastisch gestiegen, gleichzeitig bleiben die Immobilienpreise auf einem Rekordhoch. Wer kaufen will, zahlt nicht nur mehr für das Haus, sondern auch für den Kredit – eine doppelte Belastung, die viele vom Kauf abhält.

Preise steigen weiter, Angebot bleibt knapp

Während sich der Markt zum Jahresende leicht belebte – allein im Dezember wurden 4,24 Millionen Häuser verkauft, 9,3 % mehr als im Vorjahr – bleibt das Angebot extrem begrenzt.

  • Durchschnittlicher Verkaufspreis im Dezember: $404.400 (+6 % im Vergleich zu 2023)
  • Medianpreis für das Gesamtjahr 2024: $407.500 (neuer Rekord)
  • Angebotsknappheit: Bei gleichbleibendem Verkaufstempo wäre das aktuelle Angebot in 3,3 Monaten aufgebraucht – nur die Hälfte des langfristigen Durchschnitts.

Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht.

2025 startet mit schlechten Vorzeichen

Der Immobilienmarkt sieht sich im neuen Jahr mit weiteren Hürden konfrontiert:

  • Hypothekenzinsen steigen weiter: Seit Jahresbeginn kletterten sie in den ersten drei Januarwochen auf rund 7 % – eine erhebliche Belastung für Käufer.
  • Nachfrage nimmt ab: Ein wichtiger Indikator für Kaufinteresse liegt auf dem niedrigsten Stand seit Monaten.
  • Verkaufsdauer verlängert sich: Immobilien bleiben im Schnitt 52 Tage auf dem Markt – so lange wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Auch Umfragen zeigen, dass die Unsicherheit groß ist. Zwar gibt es leichte Hoffnungsschimmer, doch insgesamt bleibt das Marktumfeld angespannt.

Erholung in Sicht?

Trotz der aktuellen Krise gibt es Stimmen, die eine langsame Normalisierung erwarten. Je weiter sich der Markt von den Niedrigzinsen der Vergangenheit entfernt, desto eher könnten sich Zinsen im Bereich von 6-7 % als das „neue Normal“ etablieren.

Ob das reicht, um den Markt wieder in Schwung zu bringen, bleibt abzuwarten. Bis dahin bleibt der Traum vom Eigenheim für viele Amerikaner weiterhin unerreichbar.

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