Startseite Allgemeines US-Immobilienmarkt auf Tiefstand: Wenig Hoffnung für Käufer
Allgemeines

US-Immobilienmarkt auf Tiefstand: Wenig Hoffnung für Käufer

dimitrisvetsikas1969 (CC0), Pixabay
Teilen

Der US-Immobilienmarkt durchlebte 2024 ein historisches Tief: Die Zahl der verkauften Bestandsimmobilien sank auf den niedrigsten Stand seit 1995. Hohe Hypothekenzinsen und Rekordpreise machten den Kauf eines Eigenheims für viele unerschwinglich.

Insgesamt wurden laut der National Association of Realtors 4,06 Millionen bestehende Häuser verkauft – ein Rückgang im Vergleich zu 2023, das ebenfalls schwache Verkaufszahlen verzeichnete. Die Hypothekenzinsen für 30-jährige Festkredite erreichten im vergangenen Jahr zeitweise 7,22 %, während die durchschnittlichen Hauspreise auf ein Rekordhoch von 407.500 US-Dollar kletterten.

Trotz dieser schwierigen Bedingungen gab es gegen Jahresende einen leichten Aufschwung: Im Dezember stiegen die Verkäufe um 2,2 % im Vergleich zum Vormonat, was auf gestiegene Löhne und eine bessere Verfügbarkeit von Immobilien zurückgeführt wird.

Keine schnelle Entspannung in Sicht

Experten erwarten keine baldige Entlastung für Käufer. Die Hypothekenzinsen dürften bis mindestens 2026 über 6 % bleiben, während das Angebot an bezahlbarem Wohnraum weiter knapp ist. Laut Freddie Mac fehlen dem Markt derzeit rund 3,7 Millionen Wohneinheiten.

Ein Grund für das knappe Angebot ist der sogenannte Lock-in-Effekt: Viele Hausbesitzer, die vor den Zinserhöhungen der US-Notenbank günstige Kredite abgeschlossen haben, zögern mit dem Verkauf, da sie für ein neues Haus einen deutlich höheren Zinssatz zahlen müssten.

Während einige politische Maßnahmen, darunter eine mögliche Deregulierung, die Bautätigkeit ankurbeln könnten, drohen andere Faktoren wie neue Zölle und potenzielle Massenabschiebungen unter der Trump-Regierung die Baukosten weiter zu erhöhen.

Fazit: Der US-Wohnungsmarkt bleibt für Käufer schwierig. Während höhere Löhne und eine leicht gestiegene Angebotszahl für etwas Optimismus sorgen, verhindern hohe Zinsen, steigende Baukosten und die anhaltende Wohnraumknappheit eine schnelle Erholung.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Das Olympia-Märchen des Franjo von Allmen: 3Gold

Ja es ist ein Märchen das Franjo von Allmen da gerade geschrieben...

Allgemeines

Was vom heutigen US-Arbeitsmarktbericht zu erwarten ist – Experten rechnen mit verhaltenem Start ins Jahr

Heute veröffentlicht das US-Arbeitsministerium (Bureau of Labor Statistics, BLS) den ersten großen...

Allgemeines

Fall Nancy Guthrie: Befragte Person wieder freigelassen – Ermittlungen dauern an

Im Vermisstenfall Nancy Guthrie gibt es weiterhin keine Spur von der verschwundenen...

Allgemeines

Interview mit Rechtsanwältin Kerstin Bontschev: „Vorsicht vor angeblichen Kreditangeboten auf finanzpluss.online“

Redaktion: Frau Bontschev, die BaFin hat kürzlich vor der Website finanzpluss.online gewarnt....