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US-Handelsminister Lutnick sagt vor Kongressausschuss zu Epstein-Kontakten aus

WikiImages (CC0), Pixabay
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US-Handelsminister Howard Lutnick hat sich bereit erklärt, vor einem Kongressausschuss zu seinen Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auszusagen. Das teilte der Vorsitzende des Aufsichtsausschusses des Repräsentantenhauses, James Comer, am Dienstag mit.

Lutnick werde freiwillig zu einem protokollierten Interview erscheinen, so Comer. Ein Termin für die Anhörung wurde bislang nicht bekanntgegeben.

Besuch auf Epsteins Privatinsel

Der Handelsminister hatte bereits eingeräumt, 2012 Epsteins Privatinsel in der Karibik besucht zu haben – mehrere Jahre nachdem der Finanzier wegen Sexualdelikten verurteilt worden war. Laut Unterlagen des US-Justizministeriums erfolgte der Besuch am 23. Dezember 2012. In einer E-Mail im Vorfeld schrieb Lutnicks Ehefrau an eine Assistentin Epsteins, man freue sich auf den Besuch und würde gern zum Mittagessen dazukommen.

Zuvor hatte Lutnick gegenüber dem Kongress erklärt, er habe 2005 den Kontakt zu Epstein abgebrochen. Anlass sei ein Gespräch gewesen, in dem Epstein eine anzügliche Bemerkung zur Ausstattung eines Raumes mit Massageliege gemacht habe. Die nun veröffentlichten Dokumente zeigten jedoch, dass es Jahre später noch zu einem Besuch kam.

Lutnick selbst wurde von Epsteins Opfern bislang keiner Straftat beschuldigt.

Politischer Druck wächst

Die Bekanntgabe des Inselbesuchs führte parteiübergreifend zu Forderungen nach einem Rücktritt Lutnicks aus der Regierung von Präsident Donald Trump. Der Handelsminister gilt als zentrale Figur in der US-Handelspolitik und als Architekt der aktuellen Zollstrategie.

Der Justizausschuss untersucht die Kontakte zahlreicher prominenter Persönlichkeiten zu Epstein. Insgesamt wurden mehr als 3,5 Millionen Dokumente veröffentlicht.

Weitere prominente Zeugen

Erst in der vergangenen Woche sagten der frühere Präsident Bill Clinton und die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton im Rahmen der Untersuchung aus. Beide erklärten, sie hätten keine Kenntnis von Epsteins Straftaten gehabt und die Verbindung vor dessen Verurteilung 2008 beendet. Auch ihnen wird von Epsteins Opfern kein Fehlverhalten vorgeworfen.

Neben Lutnick forderte Ausschussvorsitzender Comer weitere Persönlichkeiten zu Aussagen auf, darunter Microsoft-Mitgründer Bill Gates, Clintons früheren Berater Doug Band sowie die ehemalige Rechtsberaterin des Weißen Hauses, Kathryn Ruemmler.

Comer begrüßte Lutnicks Bereitschaft zur Kooperation und sprach von einem „Bekenntnis zu Transparenz“. Die Untersuchung des Ausschusses dauert an.

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