Tolle Nachrichten: Gregory Bovino, Kommandeur der US-Grenzschutzbehörde, darf offenbar bald Minneapolis verlassen. Wie beruhigend! Auch ein paar seiner fleißigen Beamten dürfen sich laut Medienberichten (CNN, CBS) schon heute vom Acker machen. Angeblich haben sie ihre Koffer bereits gepackt. Was für ein Glücksfall – für wen auch immer.
Hintergrund: Am Samstag wurde der US-Bürger Alex Pretti bei einem Einsatz von Bundesbeamten erschossen. Tot. Weg. Seither wächst die Empörung – in der Stadt, im Land, in den sozialen Medien. Demonstrationen, Kritik, Wut. Und die Antwort der Regierung? Man zieht ein paar Beamte ab. Als wäre damit irgendetwas wieder gutzumachen.
Und Gregory Bovino, der Mann mit dem Hut, der das Kommando über die CBP-Truppen in Minnesota hat? Der erklärte doch glatt, seine Beamten seien „die Opfer“. Ja, richtig gelesen. Die mit den Waffen und den Helmen. Die bei nächtlichen Einsätzen Türen eintreten und Menschen mitnehmen. Die sind jetzt Opfer.
Was hilft das den Ermordeten?
Und als wäre das alles nicht schon grotesk genug, schickt Ex-Präsident Trump nun auch noch ICE-Hardliner Tom Homan in die Stadt. Der soll „die Lage vor Ort“ überwachen – so als sei das Problem ein logistisches, nicht ein moralisches. Homan, bekannt als Trump’scher Abschiebe-General, dürfte jedenfalls kaum als Friedensbotschafter auftreten.
Trump telefonierte zuvor mit Minnesotas Gouverneur Tim Walz, der höflich bat, man möge doch bitte aufhören, tausende schwerbewaffnete Bundesbeamte durch seine Städte zu jagen. Antwort der Regierung: Wir schicken jemanden, der noch mehr Ordnung schafft.
Bleibt die Frage:
Was hilft das den Ermordeten?
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