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US-Forscher zieht wegen Trumps Kürzungen nach Wien – Neuer Start am KI-Biotechnik-Institut „Aithyra“

geralt (CC0), Pixabay
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Die US-Wissenschaft verliert einen weiteren Experten: Der Biotechniker Wali Malik hat seine Heimat nach 17 Jahren in der amerikanischen Forschungslandschaft verlassen und ist mit seiner Familie nach Wien gezogen. Grund für den Schritt sind die massiven Kürzungen im Forschungsbereich, die unter der Regierung von Präsident Donald Trump durchgesetzt wurden. Malik wird künftig am KI-Biotechnik-Institut „Aithyra“, das Teil der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist, eine Schlüsselrolle übernehmen.

Aufbau eines KI-gestützten Robotiklabors

Am Standort in der „Marxbox“ im 3. Wiener Gemeindebezirk beginnt Malik mit einem leeren Raum. Sein Auftrag: den Aufbau eines Robotiklabors, das Künstliche Intelligenz mit biomedizinischer Forschung verbindet.

„In einem Jahr wird hier alles voller Roboter sein“, sagt Malik, der sichtlich motiviert in die Zukunft blickt. Sein Ziel sei es, eine Art KI-Copilot zu entwickeln, der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei komplexen biotechnologischen Experimenten unterstützt. So sollen Krankheitsursachen schneller identifiziert und neue Therapien entwickelt werden.

Persönlicher Neuanfang in Europa

Für Malik ist der Schritt nach Österreich nicht nur ein Karriereschritt, sondern auch ein Neuanfang für seine Familie. Mitte August zog er mit seiner Frau und drei Töchtern von Boston nach Wien. „Wir wollen hier ein neues Leben aufbauen“, sagt der 38-Jährige.

Dass dieser Schritt notwendig wurde, führt er direkt auf die US-Politik zurück. „Wissenschaft wurde politisiert“, erklärt Malik. Viele Forschungsprojekte seien unter Trump gestrichen oder gekürzt worden, internationale Kooperationen erschwert. „Ich konnte so nicht weiterarbeiten.“

Österreich als neuer Forschungsstandort

Das 2024 gegründete Institut „Aithyra“ sieht sich als Vorreiter in der Verbindung von Künstlicher Intelligenz und Biotechnologie. Es soll Wien zu einem internationalen Zentrum für biomedizinische KI-Forschung machen. Mit Experten wie Malik will man die europäische Position gegenüber den USA und China stärken.

Die Berufung Maliks gilt auch als Erfolg für die österreichische Wissenschaftspolitik, die gezielt Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland anwirbt. Neben attraktiven Rahmenbedingungen locken vor allem die Forschungsfreiheit und die Möglichkeit, langfristig angelegte Projekte umzusetzen.

Blick in die Zukunft

Malik ist überzeugt, dass die Verbindung von KI, Robotik und Biomedizin in den kommenden Jahren bahnbrechende Ergebnisse bringen wird. „Wir stehen erst am Anfang“, sagt er. „Aber wenn wir die Technologie richtig einsetzen, können wir Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer deutlich schneller verstehen – und vielleicht irgendwann besiegen.“

Für Wien ist Maliks Ankunft ein Symbol: Während in den USA die Wissenschaft unter politischen Druck gerät, will Österreich zum sicheren Hafen für Forscherinnen und Forscher werden, die Freiheit und Stabilität suchen.

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