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US-Bürgerrechtler Jesse Jackson mit seltener Nervenkrankheit im Krankenhaus

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Der bekannte US-Bürgerrechtler und frühere Präsidentschaftskandidat Rev. Jesse L. Jackson Sr. (84) befindet sich im Krankenhaus. Das teilte seine Organisation, die Rainbow PUSH Coalition, am 12. November mit.

Jackson wurde am selben Tag zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert. Laut Angaben der Organisation leidet er an progressiver supranukleärer Blickparese (PSP) – einer seltenen, degenerativen Erkrankung des Nervensystems, die er bereits seit mehr als zehn Jahren bewältigt.

„Die Familie ist für alle Gebete in dieser Zeit dankbar“, hieß es in einer Mitteilung der Rainbow PUSH Coalition.

Ursprünglich Parkinson diagnostiziert

Jackson hatte im Jahr 2017 öffentlich gemacht, dass bei ihm zunächst Morbus Parkinson diagnostiziert worden war. Im April 2025 wurde jedoch bestätigt, dass es sich um PSP handelt – eine Erkrankung mit ähnlichen Symptomen, aber deutlich schwerwiegenderem Verlauf.

Bereits in der Vergangenheit war Jackson mehrfach im Krankenhaus: Im August 2021, nachdem er positiv auf COVID-19 getestet wurde, und im November 2021, nachdem er an der Howard University gestürzt war und sich dabei den Kopf verletzt hatte.

Ein Leben für Gerechtigkeit

Jesse Jackson gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. In den 1960er Jahren war er ein enger Vertrauter von Dr. Martin Luther King Jr., der ihm eine führende Rolle in der Southern Christian Leadership Conference (SCLC) anvertraute und ihn mit dem Aufbau der Organisation in Chicago beauftragte.

1971 gründete Jackson die Organisation Operation PUSH, aus der später die Rainbow PUSH Coalition hervorging. Bis zu seinem Rücktritt im Jahr 2023 war er Präsident dieser Bewegung, die sich für soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit, Bildung und Bürgerrechte einsetzt.

Jackson war nicht nur als Aktivist und ordinierter baptistischer Prediger aktiv, sondern schrieb auch politische Geschichte: 1984 und 1988 kandidierte er für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten – und wurde damit nach Shirley Chisholm, der ersten Schwarzen Frau mit einer nationalen Wahlkampagne 1972, der zweite afroamerikanische Bewerber um die Nominierung einer großen Partei.


Hintergrund:
Progressive supranukleäre Blickparese (PSP) ist eine seltene neurologische Erkrankung, die unter anderem Gleichgewichtsstörungen, eingeschränkte Augenbewegungen und Sprachprobleme verursacht. Die Krankheit ist fortschreitend und bislang nicht heilbar.

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