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US-Arbeitsmarkt überrascht mit 228.000 neuen Stellen – doch Unsicherheit wächst

Webflippy (CC0), Pixabay
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Die US-Wirtschaft hat im März stärker als erwartet neue Arbeitsplätze geschaffen: Laut aktuellen Zahlen des Bureau of Labor Statistics (BLS) entstanden 228.000 neue Jobs, deutlich mehr als die prognostizierten 130.000. Dennoch stieg die Arbeitslosenquote leicht auf 4,2 % (Vormonat: 4,1 %), was auf einen Zustrom neuer Arbeitskräfte in den Markt zurückzuführen ist.

Jobwachstum solide – aber unter dem Schatten der Zölle

Obwohl die Daten für März stabil erscheinen, warnen Expert:innen, dass der Bericht die Auswirkungen von Präsident Donald Trumps neuen Zöllen noch nicht widerspiegelt. Die massiven Einfuhrabgaben („Liberation Day“) wurden erst im April verkündet und haben seither zu einem dramatischen Einbruch an den Finanzmärkten und zur Eskalation des Handelskriegs mit China geführt.

Dana Peterson (The Conference Board): „Die Märzzahlen sind die Ruhe vor dem sturmartigen Abschwung durch die Zölle.“

Sektoren im Überblick:

  • Gesundheitswesen und Soziales: +77.800 Jobs
  • Freizeit & Gastgewerbe: +43.000 (nach wetterbedingten Verlusten in Vormonaten)
  • Staatliche Stellen: +19.000 (vor allem auf lokaler und bundesstaatlicher Ebene)
  • Industrie (Güterproduktion): -3.000 in langlebigen Konsumgütern, +1.000 insgesamt

DOGE-Stellenabbau – „Tropfenweise“ Effekte auf Arbeitsmarkt

Das Ministerium für Regierungseffizienz (DOGE), ein zentraler Bestandteil von Trumps Reformagenda, hat laut offiziellen Angaben bereits rund 300.000 Entlassungen angekündigt. Doch der tatsächliche Effekt auf den Arbeitsmarkt erfolgt verzögert, da viele Beschäftigte noch nicht sofort freigesetzt wurden.

Im März ging die Zahl der Bundesstellen um 4.000 zurück, nach -11.000 im Februar. Die Auswirkungen auf verbundene Branchen (Auftragsvergabe, Gesundheitsversorgung etc.) dürften jedoch in den kommenden Monaten sichtbar werden.

Löhne & Inflation: moderate Entwicklung

  • Löhne stiegen im Monatsvergleich um 0,3 %, auf Jahresbasis um 3,8 %.
  • Die Daten deuten auf solide, aber keine überhitzte Lohnentwicklung hin.
  • In Kombination mit einer moderaten Inflation ergibt sich ein Bild einer „Goldlöckchen-Wirtschaft“ – nicht zu heiß, nicht zu kalt, so Michael Feroli (JPMorgan).

Fed bleibt vorerst abwartend – Trump drängt auf Zinssenkung

Trotz der starken Arbeitsmarktzahlen und der sich abschwächenden Inflation fordert Präsident Trump erneut Zinssenkungen von Notenbankchef Jerome Powell.

Doch Powell zeigte sich zurückhaltend:

„Unsere Ökonom:innen analysieren die jüngsten Entwicklungen. Es besteht kein Anlass zur Eile“, so Powell auf einer Konferenz in Arlington.

Fazit: Arbeitsmarkt zeigt Stärke – aber die Wolken ziehen auf

Der Bericht für März zeigt, dass die US-Arbeitswelt noch robust ist, mit stabilem Stellenwachstum und moderaten Löhnen. Doch wirtschaftspolitische Risiken, wie Zölle, Stellenabbau im öffentlichen Dienst und globale Unsicherheit, könnten die Lage schnell verschärfen.

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