In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen haben sich heute Hunderte Menschen versammelt, um gegen die umstrittenen Pläne von US-Präsident Donald Trump zur Übernahme Grönlands zu demonstrieren. Auch in weiteren Städten Dänemarks sowie auf Grönland selbst sind Protestaktionen angekündigt.
Rückendeckung erhält der Widerstand auch aus den Vereinigten Staaten: Eine Delegation von elf US-Abgeordneten reiste nach Dänemark, um ihre Solidarität mit der dänischen Regierung und der Bevölkerung Grönlands zu zeigen. „Grönland gehört zu Dänemark, und Dänemark ist ein geschätzter NATO-Partner“, erklärte der demokratische Senator Chris Coons bei einem Auftritt in Kopenhagen. „Damit sollte diese absurde Diskussion beendet sein.“
Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach sein Interesse bekundet, das geopolitisch strategisch gelegene, überwiegend von Eis bedeckte Grönland für die USA zu erwerben. Als Begründung nannte er sicherheitspolitische Bedenken wegen zunehmender chinesischer und russischer Aktivitäten in der Arktis. Ländern, die sich seinem Vorhaben widersetzen, drohte er zuletzt mit Strafzöllen.
Kritik an Trumps Vorgehen
Senator Coons kritisierte Trumps Aussagen als „nicht konstruktiv“ und warnte vor langfristigen Schäden für die transatlantischen Beziehungen. „Wie sollen die USA als verlässlicher Partner gelten, wenn wir selbst engste Verbündete wie Dänemark derart vor den Kopf stoßen?“, fragte Coons, der den Bundesstaat Delaware im US-Senat vertritt. Die Delegation kündigte an, das Gespräch mit Außenminister Marco Rubio zu suchen.
Die Gruppe bestand aus elf Kongressmitgliedern, darunter nur zwei Vertreter der Republikanischen Partei. Die republikanische Senatorin Lisa Murkowski betonte jedoch, dies bedeute nicht, dass sich die gesamte Partei bereits positioniert habe. Vielmehr wolle man deutlich machen, dass Trumps Pläne auch innerhalb der USA auf Widerstand stoßen – parteiübergreifend.
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