Trump lässt Ziele in Venezuela bombardieren – Caracas in Flammen
Die politische Krise zwischen den USA und Venezuela hat eine dramatische Eskalation erreicht: Nach Angaben von US-Medien hat Präsident Donald Trump Luftangriffe auf militärische Einrichtungen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas angeordnet. Mehrere Explosionen erschütterten in der Nacht die Stadt, über weiten Teilen stieg Rauch auf – zahlreiche Stadtviertel sind aktuell ohne Strom.
Laut einem Bericht des US-Senders CBS News, Partner der BBC, zielten die Luftschläge auf strategische Einrichtungen, darunter das Militärflugfeld La Carlota sowie die Basis Fuerte Tiuna, eine der größten in Venezuela. Auf sozialen Medien kursieren Aufnahmen, die brennende Gebäude und Explosionen zeigen.
Venezuela erklärt nationalen Notstand
Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro reagierte umgehend: In einer Fernsehansprache verurteilte er die „imperialistische Aggression“ der Vereinigten Staaten scharf und unterzeichnete ein Dekret zur Ausrufung des nationalen Notstands. Gleichzeitig forderte er die Streitkräfte auf, die Verteidigungspläne des Landes umzusetzen und rief die Bevölkerung zur Mobilisierung auf.
„Die USA wollen unsere Ressourcen – unser Öl, unsere Bodenschätze“, sagte Maduro. „Aber Venezuela wird sich nicht erpressen lassen.“
Washington: Kampf gegen illegitime Regierung und Drogenhandel
In Washington rechtfertigt man das Vorgehen mit dem Vorwurf, Maduro sei nicht rechtmäßig gewählt und tief in den internationalen Drogenhandel verstrickt. Die jüngsten Angriffe seien Teil einer breiter angelegten Strategie gegen Drogenschmuggel in der Karibik.
Der US-Präsident wirft Maduro seit Monaten vor, amerikanisches Territorium durch kriminelle Netzwerke zu infiltrieren. Bereits zuvor hatte die US-Küstenwache venezolanische Schnellboote beschossen, die mutmaßlich Drogen transportierten.
Internationale Sorge wächst
Noch liegen keine Berichte über zivile Opfer vor – doch die Lage ist angespannt. Mehrere Wohnviertel in Caracas sind nach den Angriffen ohne Stromversorgung. Die internationale Gemeinschaft reagierte mit Sorge auf die Eskalation. Beobachter befürchten eine weitere Destabilisierung der Region.
Die venezolanische Regierung forderte unterdessen die internationale Gemeinschaft auf, die US-Angriffe zu verurteilen. In einer offiziellen Erklärung hieß es: „Venezuela weist die äußerst schwerwiegende militärische Aggression der Vereinigten Staaten gegen unser Territorium aufs Schärfste zurück.“
Hintergrund: Ein schwelender Konflikt
Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela sind seit Jahren angespannt. Unter Trump hatte Washington bereits mehrfach Sanktionen verhängt und Maduros Wiederwahl 2018 nicht anerkannt. Die aktuelle Eskalation kommt nach wochenlangen Spannungen, verschärft durch den Ölkonflikt und die politischen Spannungen rund um die venezolanische Opposition.
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