Ein schwerer Wintersturm sorgt derzeit für massive Einschränkungen in großen Teilen der Vereinigten Staaten. Bereits mehr als 500.000 Haushalte sind ohne Strom, zahlreiche Bundesstaaten riefen den Notstand aus. US-Präsident Donald Trump sprach von einem „historischen“ Wetterereignis und genehmigte am Wochenende Katastrophenschutzmaßnahmen für zwölf Bundesstaaten.
Betroffen sind unter anderem South Carolina, Virginia, Tennessee, Georgia, North Carolina, Maryland, Arkansas, Kentucky, Louisiana, Mississippi, Indiana und West Virginia. Besonders in den südlichen Bundesstaaten, wo Wintereinbrüche dieser Schwere selten sind, traf der Sturm viele unvorbereitet.
Auf seiner Plattform „Truth Social“ schrieb Trump: „Wir beobachten die Lage weiter und stehen mit allen betroffenen Bundesstaaten in Kontakt. Bleiben Sie sicher und warm.“
Schnee, Eis und extreme Kälte im gesamten Osten
Laut dem National Weather Service (NWS) dehnt sich der Sturm von den Südstaaten inzwischen in Richtung Mid-Atlantic und Nordosten aus. Es wird mit heftigem Schneefall, Glatteis und extremer Kälte gerechnet. Die Wetterbehörde warnt vor „lebensbedrohlichen Temperaturen“ in weiten Teilen des Landes, die sich über das Wochenende hinausziehen könnten.
Das Kältehoch betrifft vor allem den Osten und die zentralen Bundesstaaten. Vielerorts wurden Temperaturen unter -20 °C gemessen. Experten rufen dazu auf, Menschen und Tiere entsprechend zu schützen und auf Notfälle vorbereitet zu sein.
Wintersturm „Fern“ – eine Benennung mit Einschränkung
Der US-Wetterdienst selbst vergibt keine Namen für Winterstürme. Die Bezeichnung „Wintersturm Fern“ stammt vom Weather Channel, der winterliche Unwetter nach bestimmten Kriterien benennt – ähnlich wie bei Hurrikans. Der NWS betonte jedoch, dass Winterstürme sich durch ihre wechselhafte Dynamik von tropischen Wirbelstürmen unterscheiden und daher andere Prognose- und Warnmechanismen benötigen.
Stromausfälle in mehreren Bundesstaaten
Besonders hart getroffen hat es am Sonntagmorgen Texas, Tennessee, Louisiana, Mississippi und Kentucky. Laut dem Edison Electric Institute ist das Ausmaß des Sturms ebenso historisch wie die Reaktion der Energieversorger. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten gestalten sich bei Eis und Schnee äußerst schwierig.
Was tun bei Stromausfall?
Die US-Katastrophenschutzbehörde und das Rote Kreuz raten betroffenen Haushalten, Notfallausrüstungen bereitzuhalten – darunter Taschenlampen, Batterien, Wasser, Medikamente für mindestens sieben Tage und ein Erste-Hilfe-Set. Wer keinen Strom hat, sollte möglichst Türen geschlossen halten und sich mit Familie und Haustieren in einem Raum aufhalten, um Wärme zu speichern. Vom Heizen mit Gasherden wird dringend abgeraten, da Lebensgefahr durch Kohlenmonoxid besteht.
Fazit
Der aktuelle Wintereinbruch zählt bereits jetzt zu den schwersten der letzten Jahre. Dutzende Bundesstaaten stehen unter Wetterwarnungen – auch wenn sie teils unterschiedlichen Systemen unterliegen. Inmitten der Unsicherheit bleibt für Millionen Amerikaner vor allem eines wichtig: warm bleiben und sicher durch den Sturm kommen.
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