Bei einem Straßenfest zur Feier des philippinischen Kulturerbes in Vancouver kam es am Samstagabend zu einer Tragödie: Ein Autofahrer steuerte gezielt in eine Menschenmenge und tötete mindestens elf Menschen. Dutzende weitere wurden verletzt, einige davon schwer. Die Polizei spricht vom „düstersten Tag“ in der Geschichte der Stadt.
Der 30-jährige Fahrer, der bereits wegen psychischer Probleme bekannt war, wurde noch am Tatort von Festivalbesuchern festgehalten und anschließend festgenommen. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gibt es laut Polizei nicht; stattdessen wird ein psychisches Motiv vermutet.
Das Fest, das an den indigenen Helden Lapu Lapu erinnern sollte, verwandelte sich binnen Sekunden in ein Chaos. Augenzeugen berichten von einer „Kriegszone“ – überall lagen Verletzte auf der Straße. Videos zeigen ein zerstörtes Festgelände mit einer beschädigten schwarzen SUV inmitten der Szenerie.
Kanadas Premierminister Mark Carney zeigte sich erschüttert und betonte, dass keine akute Bedrohung für die Öffentlichkeit bestehe. Auch der Premierminister von British Columbia, David Eby, und Politiker wie Jagmeet Singh äußerten tiefe Betroffenheit. Die philippinische Regierung sicherte den Opfern Unterstützung zu.
Die Polizei untersucht nun, wie es trotz einer vorherigen Sicherheitsprüfung zu der Katastrophe kommen konnte. Bürgermeister Ken Sim kündigte eine umfassende Überprüfung aller Event-Sicherheitspläne in Vancouver an.
Die Stadt trauert, die Flaggen wehen auf Halbmast – und eine Gemeinde sucht nach Worten für ein unfassbares Ereignis.
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