Ein gefährliches Wettersystem über dem nördlichen Golf von Mexiko könnte in den kommenden Tagen starke Regenfälle und Überschwemmungen in der Region rund um New Orleans verursachen. Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) teilte in seiner aktuellen Prognose mit, dass das System vermutlich keine tropische Depression bilden wird – dennoch bestehe eine erhebliche Gefahr durch Starkregen.
Die Stadtverwaltung von New Orleans reagierte bereits vorsorglich: Bürgermeisterin LaToya Cantrell ordnete an, dass öffentliche Gebäude am 17. Juli geschlossen bleiben. Digitale Dienstleistungen sollen aber weiterhin verfügbar sein.
Meteorologe Philippe Papin vom NHC erklärte, aktuelle Messungen zeigten, dass das Tiefdruckgebiet noch „sehr unorganisiert“ sei. Zwar sei in den nächsten 12 bis 24 Stunden noch eine gewisse Entwicklung möglich, jedoch nehme die Wahrscheinlichkeit für eine tropische Depression mit zunehmender Nähe zur Küste Louisianas ab.
Vorbereitungen auf mögliche Überschwemmungen
In der Umgebung wird dennoch mit erheblichen Regenmengen gerechnet. In der St. Charles Parish, etwa 30 Kilometer westlich von New Orleans, warnte Bezirkspräsident Matthew Jewell vor Regenmengen zwischen 7 und 13 Zentimetern – lokal könnten es bis zu 25 Zentimeter werden. Die Behörden verteilten an mehreren Stellen Sandsäcke; Anwohner mussten eigene Schaufeln und einen Wohnsitznachweis mitbringen.
Anwohnerin Amanda Babbin sagte gegenüber wwltv.com: „Vor zwei Wochen hat es so stark geregnet, dass mein Garten überflutet wurde. Das Wasser drang bis in die hinteren Räume meines Hauses und in die Garage.“
Starkregen erwartet – Flutwarnung aktiv
Laut dem National Weather Service (NWS) ist die Region bis Freitagabend unter Flutwarnung gestellt. Bereits am Morgen des 17. Juli waren lokal bis zu 5 Zentimeter Regen gefallen. Weitere 5 bis 10 Zentimeter Regen werden erwartet, in besonders betroffenen Gebieten könnten es sogar bis zu 20 Zentimeter werden. In einigen Gewittern könnten Regenraten von 5 bis 10 Zentimetern pro Stunde auftreten.
Die Behörden rufen die Bevölkerung zur Vorsicht auf und empfehlen, lokale Wetterwarnungen genau zu verfolgen und sich auf mögliche Evakuierungen oder Straßensperrungen vorzubereiten.
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