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Umfrage: Mehrheit in Österreich gegen EU-Erweiterung – nur wenige Länder finden Zustimmung

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Eine deutliche Mehrheit der österreichischen Bevölkerung lehnt die Aufnahme weiterer Länder in die Europäische Union ab. Das geht aus einer heute vorgestellten Eurobarometer-Umfrage hervor, die auch Grundlage für die Beratungen der EU-Europaministerinnen und -minister in Kopenhagen ist.

Österreich unter den skeptischsten Ländern

Während sich im EU-Durchschnitt 56 Prozent der Befragten für eine weitere Erweiterung aussprechen, liegt die Zustimmung in Österreich lediglich bei 45 Prozent. Mehr Skepsis gibt es nur noch in Tschechien und Frankreich.

Auf der anderen Seite gehören die Menschen in Schweden, Dänemark, Litauen und Finnland zu den stärksten Befürwortern einer Erweiterung.

Gründe für Vorbehalte

EU-weit äußern die Bürgerinnen und Bürger vor allem folgende Sorgen im Zusammenhang mit einer Erweiterung:

  • unkontrollierte Migration

  • Korruption in potenziellen Beitrittsländern

  • organisiertes Verbrechen und Terrorismus

  • finanzielle Belastungen für die Steuerzahler in der EU

Kandidatenländer im Blick

Keines der derzeitigen Beitrittskandidaten findet in Österreich eine Mehrheit für einen Beitritt. Am ehesten Zustimmung erhalten noch:

  • Ukraine (40 Prozent)

  • Montenegro (40 Prozent)

  • Bosnien-Herzegowina (40 Prozent)

Dahinter folgen Serbien (39 Prozent) und Nordmazedonien (34 Prozent). Weniger Zustimmung gibt es für Moldawien (33 Prozent), Albanien (30 Prozent), Georgien (29 Prozent), den Kosovo (28 Prozent) und vor allem für die Türkei (19 Prozent).

Reaktion aus Österreich

Europaministerin Claudia Plakolm (ÖVP) zeigte sich von den Ergebnissen nicht überrascht:
„Der Prozess zieht sich seit über 20 Jahren, ohne dass konkrete Ergebnisse sichtbar werden. Da ist völlig klar, dass man den Glauben daran verliert und auch die Vorteile in den Hintergrund geraten.“

Plakolm warnte zudem: „Der Beitrittsprozess dauert zu lange, wir riskieren, dass auch die Stimmung in den Beitrittsländern am Westbalkan sich verschlechtert.“

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