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Umfrage: Mehrheit der Wähler unzufrieden mit Trumps Umgang mit Epstein-Affäre

Tumisu (CC0), Pixabay
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Eine neue Umfrage der Quinnipiac University vom 16. Juli zeigt: Fast zwei Drittel der US-Wähler lehnen den Umgang der Trump-Regierung mit dem Fall Jeffrey Epstein ab. Nur 17 % der registrierten Wähler äußerten Zustimmung, während 63 % ihr Missfallen bekundeten – ein deutliches Signal für ein Thema, das weiterhin für politische Spannungen sorgt.

Verunsicherung in Trumps Basis

Der Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Epstein sorgt nicht nur unter Demokraten und unabhängigen Wählern für Kritik, sondern zunehmend auch innerhalb der republikanischen Basis. 40 % der Republikaner unterstützen laut Umfrage den Kurs der Trump-Administration – 36 % lehnen ihn ab, 24 % äußerten keine Meinung. Unter Demokraten (83 %) und Unabhängigen (71 %) ist die Ablehnung besonders deutlich.

US-Präsident Donald Trump reagierte auf die anhaltenden Forderungen nach Transparenz mit Unverständnis – und Wut. „Ich verstehe nicht, warum sich alle so dafür interessieren. Der Mann ist seit Jahren tot“, sagte Trump am 15. Juli vor Journalisten. Am Folgetag wetterte er auf seiner Plattform Truth Social gegen „vergangene Unterstützer“, die seiner Meinung nach der „Epstein-Verschwörung“ auf den Leim gegangen seien.

Pam Bondi im Zentrum der Kritik

Besonders in der Schusslinie: Generalstaatsanwältin Pam Bondi. Sie hatte in der Vergangenheit öffentlich angedeutet, es gebe eine Epstein-Kundenliste, und lud rechte Influencer ins Weiße Haus ein, um ihnen „Einblicke“ zu gewähren. Laut Umfrage bewerten nur 32 % der Wähler ihre Arbeit positiv – 53 % sind unzufrieden.

Andere Regierungsvertreter schneiden in der Umfrage ebenfalls schlecht ab: FBI-Direktor Kash Patel erhält eine Zustimmung von 36 %, bei Vize-Direktor Dan Bongino sind es 34 %. Beide hatten sich vor ihrer Regierungszeit stark zu angeblichen Epstein-Enthüllungen geäußert, bezeichnen den Fall nun aber offiziell als abgeschlossen.

Zwischen Misstrauen und Verschwörungstheorie

Viele MAGA-Anhänger sehen die Akte Epstein noch lange nicht als erledigt. Die Verschwörungserzählung, Epstein habe Minderjährige an einflussreiche Persönlichkeiten vermittelt und es gebe eine große Vertuschungsaktion, wurde in weiten Teilen der Trump-nahen Szene über Jahre befeuert – auch durch Mitglieder der Regierung selbst. Nun kehrt sich der Verdacht zunehmend gegen die eigene Führungsriege, die nun keine weiteren Enthüllungen liefert.

„Wir erleben einen Loyalitätstest innerhalb der MAGA-Bewegung“, erklärt Politikexperte Matthew Dallek von der George Washington University. „Je radikaler ein Teil der Bewegung, desto mehr fordert er Reinheit und ‚wahre Gesinnung‘ – auch von den Führungspersonen.“

Trump zwischen Spaltung und Schweigen

Der Präsident selbst versucht, das Thema kleinzureden – doch Teile seiner Anhängerschaft bestehen auf Antworten. Die Wut über fehlende Offenlegung der „Epstein-Kundenliste“ wurde zuletzt sogar bei Parteiveranstaltungen sichtbar: Auf der Republikanischen Nationalversammlung am 16. Juli in Milwaukee trugen Teilnehmer T-Shirts mit der Aufschrift „Where is the Epstein client list?“

Während Trump und sein Team den Skandal als erledigt betrachten, bleibt für viele das Vertrauen in den Rechtsstaat – und in die eigene politische Bewegung – erschüttert. Die Affäre Epstein sorgt weiterhin für Brüche und Misstrauen innerhalb des republikanischen Lagers.

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