Eine Mehrheit der US-Amerikaner lehnt die Arbeit von Präsident Donald Trump ab. Das geht aus einer neuen Umfrage des Instituts Ipsos im Auftrag der „Washington Post“ hervor, die am 18. September veröffentlicht wurde.
Demnach liegt Trumps landesweite Zustimmungsrate bei 43 Prozent, während 56 Prozent seine Amtsführung missbilligen. Damit konnte er sich zwar leicht von einem Tiefstwert im April (39 Prozent Zustimmung) erholen, bleibt aber deutlich im negativen Bereich. Ähnliche Werte meldeten zuletzt auch die „New York Times“ (43 Prozent Zustimmung, 54 Prozent Ablehnung) sowie der Durchschnitt der Plattform RealClearPolitics (46 zu 52 Prozent).
Besonders schlecht schneiden Trumps Politikfelder Wirtschaft, Außenpolitik und Handel ab. Nur 34 Prozent der Befragten unterstützen seine Zollpolitik, 40 Prozent sind mit seiner Wirtschaftspolitik einverstanden. Noch niedriger ist die Zustimmung zu seinem Umgang mit den Kriegen in der Ukraine (38 Prozent Zustimmung, 60 Prozent Ablehnung) sowie im Nahen Osten (39 zu 58 Prozent).
Etwas bessere Werte erreicht Trump beim Thema Kriminalität: 44 Prozent unterstützen seine Politik, 54 Prozent lehnen sie ab. Seine Entscheidung, die Nationalgarde in Washington D.C. einzusetzen und zeitweise die Polizei der Hauptstadt zu übernehmen, fand lediglich bei 37 Prozent Zustimmung. Auch der jüngst angekündigte Einsatz von Soldaten in Memphis und möglichen weiteren Städten stößt auf ein geteiltes Echo.
Übergreifend glauben 62 Prozent der Befragten, Trump habe seine präsidentiellen Befugnisse überschritten – nur 36 Prozent halten sein Vorgehen für angemessen.
Trotz der insgesamt schwachen Werte genießt die Republikanische Partei beim Thema Kriminalität derzeit mehr Vertrauen als die Demokraten: 44 Prozent der Befragten sprachen den Republikanern hier mehr Kompetenz zu, nur 22 Prozent den Demokraten.
Die Umfrage wurde zwischen dem 11. und 15. September unter 2.513 Erwachsenen durchgeführt. Der statistische Fehlerbereich liegt bei ±2 Prozentpunkten.
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