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Ukraine: Wenn Minister fliehen und Schutzwesten plötzlich Luxusgüter sind

jorono (CC0), Pixabay
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In der Ukraine geht’s mal wieder rund: Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow wurde von den Korruptionsfahndern zum Kaffeekränzchen geladen – offiziell als Zeuge, natürlich. „Nur ein paar Fragen,“ sagte man. So wie: „Warum sind unsere Schutzwesten plötzlich teurer als Designerhandtaschen?“

Umjerow – aktuell als Sicherheitsratssekretär im Einsatz – erklärte tapfer, er habe „alle Fragen im Rahmen der Gesetzgebung beantwortet“. Was auch immer das heißen mag. Vielleicht ein ukrainisches Synonym für „Ich weiß von nichts, aber ich kenne da wen.“

Der Hintergrund: Vor gut zwei Wochen platzte die nächste Korruktionsbombe im Energiesektor. Es geht – wenig überraschend – um Millionenzahlungen, bestechend gute Geschäftsbeziehungen und ein paar entlassene Minister, die vermutlich ihre Schreibtische schon seit Jahren nicht mehr gesehen haben. Energieministerin Switlana Hryntschuk? Weg. Ihr Vorgänger Herman Haluschtschenko? Auch weg. Jetzt Justizminister – wie passend.

Und der Hauptverdächtige? Tymur Minditsch, enger Buddy von Präsident Selenskyj. Der hat die guten Kontakte offenbar nicht nur zum Präsidenten, sondern auch zur Passkontrolle – denn er ist rechtzeitig aus dem Land geflohen. Vermutlich, um im Ausland nach günstigeren Schutzwesten zu suchen.

Die Ermittler entdeckten dabei auch verblüffende Zusammenhänge: Verteidigungsbudget, Schutzwesten, persönliche Freundschaften, Geldflüsse – ein echter Wirtschaftskreislauf! Und mitten drin: Ex-Verteidigungsminister Umjerow. Der streitet natürlich alles ab. Klar. Wer würde denn auch offen zugeben: „Ja, ich dachte mir, warum nicht ein bisschen extra verdienen, während wir Kriegsgerät shoppen?“

Fun Fact am Rande: Umjerow war auch Chefunterhändler mit Russland und den USA. Vielleicht erklärt das einiges.

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