Startseite Allgemeines Ukraine-Korruptionsskandal: „Operation Besen“ erreicht jetzt sogar Selenskyjs rechte Hand – und wir fragen uns langsam: Würde es uns eigentlich noch wundern, wenn am Ende herauskommt, dass auch der Präsident selbst ein bisschen mitverdient hat?
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Ukraine-Korruptionsskandal: „Operation Besen“ erreicht jetzt sogar Selenskyjs rechte Hand – und wir fragen uns langsam: Würde es uns eigentlich noch wundern, wenn am Ende herauskommt, dass auch der Präsident selbst ein bisschen mitverdient hat?

jorono (CC0), Pixabay
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Am frühen Morgen rückten die Korruptionsermittler an – nicht etwa in irgendein abgelegenes Provinzbüro, sondern direkt in das Machtzentrum des Landes, das Büro von Andrij Jermak, dem Mann, der für Präsident Wolodymyr Selenskyj ungefähr das ist, was der Zauberstab für Harry Potter wäre: ohne ihn läuft nichts.
Oder wie man in Kiew längst murmelt: „Er ist nicht Selenskyjs rechte Hand, er ist beide Hände plus der halbe Arm.“

Die Razzia ist Teil der laufenden Ermittlungen von NABU und SAP, doch offizielle Details gibt es kaum – vermutlich, weil noch keiner weiß, wer am Ende eigentlich wen bestochen hat. Sicher scheint nur: Der Skandal erschüttert die Ukraine bis ins oberste Stockwerk des Präsidentenpalastes.

Strippenzieher, Chefverhandler – und jetzt Durchsuchungsopfer

Jermak, der Mann, der sonst im Hintergrund die Fäden so geschickt zieht, dass selbst Spiderman neidisch werden könnte, wurde erst letzte Woche von Selenskyj zum Chefverhandler für ein mögliches Kriegsende ernannt.
Eine Überraschung, denn: Auch gegen ihn selbst stehen Vorwürfe im Raum.
Man könnte fast meinen, Selenskyj sammelt sein Verhandlungsteam nach dem Motto:
„Wer keine Ermittlungsakten hat, war nie wichtig genug.“

Ex-Minister im Zeugenstand und weitere Eskalationen

Rustem Umjerow, früherer Verteidigungsminister und heutiger Sicherheitsratssekretär, wurde ebenfalls vorgeladen – als Zeuge, wie betont wird.
Zeuge ist in diesem Skandal allerdings ein dehnbarer Begriff:
Mal ist man Zeuge, dann plötzlich Beschuldigter, und im nächsten Moment schon Außenminister.
Die Karrierepfade sind dynamisch.

Vor zwei Wochen flog die nächste Bombe hoch: Millionenschwere Schmiergeldzahlungen im Energiesektor. Energieministerin Hryntschuk wurde entlassen, ihr Vorgänger Haluschtschenko ebenfalls – nachdem er zwischenzeitlich auch Justizminister war.
Wahrscheinlich, weil man dachte, er könne die Ermittlungen zu seinem eigenen Verhalten besonders effizient begleiten.

Hauptverdächtiger auf Weltreise – rein zufällig, natürlich

Der Hauptverdächtige Tymur Minditsch – enger Vertrauter Selenskyjs – hat sich derweil rechtzeitig ins Ausland verabschiedet.
Offizielle Begründung: Urlaub.
Inoffizielle Begründung: Man flieht halt schneller, wenn man gute Freunde im Präsidentenbüro hat.

Laut NABU soll Minditsch seine „freundschaftlichen Beziehungen zum Präsidenten“ genutzt haben, um sich „zu bereichern“.
Kein Wunder also, dass viele inzwischen die ketzerische Frage stellen:

Würden wir uns wirklich noch wundern, wenn irgendwann herauskommt, dass auch Selenskyj heimlich irgendwo mitverdient hat?

Oder wäre das nur die logische Staffel 3 einer Serie, deren Drehbuch längst außer Kontrolle geraten ist?

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