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Über 1,5 Millionen Dollar für Familie von Renee Good – Debatte um ICE-Einsatz hält an

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Nach dem tödlichen Schuss eines ICE-Beamten auf die 37-jährige Renee Nicole Good hat eine GoFundMe-Spendenkampagne über 1,5 Millionen US-Dollar für ihre Familie gesammelt. Die Kampagne wurde wenige Stunden nach dem Vorfall gestartet und inzwischen beendet. Mehr als 38.500 Menschen spendeten insgesamt 1.503.533 Dollar, wie die Organisatoren mitteilten. Die Summe soll in einen Treuhandfonds für die Familie überführt werden.

„Wenn ihr weiter helfen möchtet, spendet bitte an andere Bedürftige“, schrieben die Initiatoren. Gleichzeitig wurde ein Statement von Renee Goods Ehefrau Rebecca veröffentlicht, in dem sie sich für die Anteilnahme bedankte: „Die Freundlichkeit von Fremden ist das passendste Vermächtnis, denn wer Renee kannte, weiß, dass sie vor allem eines war: freundlich.“

Proteste im ganzen Land

Die Tötung Goods bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) hat eine neue Protestwelle ausgelöst. Für das Wochenende nach dem Vorfall sind landesweit über 1.000 Demonstrationen geplant – in Städten wie New York, Chicago und natürlich Minneapolis.

Renee Good wurde am 7. Januar in ihrem SUV erschossen – nur wenige Straßen von ihrem Zuhause entfernt. Laut ihrer Ehefrau waren sie lediglich vor Ort, um Nachbarn zu unterstützen: „Wir hatten Trillerpfeifen – sie hatten Waffen.“

Streit um Bodycam-Aufnahmen

Die US-Regierung veröffentlichte inzwischen Videomaterial, das aus der Perspektive des ICE-Agenten Jonathan Ross aufgenommen wurde – ein früherer US-Armeeangehöriger und Ex-Grenzschutzbeamter. Während Vizepräsident JD Vance den Schuss als „klare Notwehr“ bezeichnete, widersprachen prominente Kritiker wie der demokratische Senator Chuck Schumer dieser Einschätzung deutlich.

Die Diskussionen um den Vorfall und den generellen Einsatz von ICE in zivilen Wohngebieten reißen nicht ab. Kritiker werfen der Regierung vor, mit dem massiven Auftreten paramilitärischer Kräfte – viele davon maskiert und unzureichend ausgebildet – gezielt Spannungen zu verschärfen.

„Renee war ein Licht für andere“

Rebecca Good erinnert in ihrer Botschaft daran, dass Renee nicht nur eine Aktivistin war, sondern auch Mutter von drei Kindern im Alter von 15, 12 und 6 Jahren. Der jüngste Sohn habe bereits seinen Vater verloren, nun müsse sie ihn alleine großziehen. „Ich werde ihm weiter beibringen, wie Renee es wollte, dass es Menschen gibt, die an eine bessere Welt glauben.“

 

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