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„Tyler, ist das du?“ – Wie ein Vater seinen Sohn nach dem Attentat auf Charlie Kirk auslieferte

YourKlem (CC0), Pixabay
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Mehr als 30 Stunden lang suchten FBI und lokale Behörden fieberhaft nach dem Schützen, der am Mittwoch den konservativen Aktivisten Charlie Kirk bei einer Veranstaltung an der Utah Valley University (UVU) erschossen hatte. Tausende Hinweise gingen ein – doch den entscheidenden Durchbruch brachte schließlich ein Vater, der seinen eigenen Sohn erkannte.

Ein Fahndungsfoto, ein Verdacht – und ein Geständnis

Auf den von den Behörden veröffentlichten Bildern war ein Mann zu sehen, in schwarzem T-Shirt mit Adler und US-Flagge, Baseballkappe und Sonnenbrille, wie er nach dem Anschlag vom Dach sprang. Robinsons Vater zögerte nicht lange:

„Tyler, ist das du? Das sieht aus wie du,“ fragte er.

Der 22-jährige Tyler Robinson soll daraufhin zugegeben haben, Kirk erschossen zu haben. Laut Ermittlern habe er zunächst gesagt, er wolle sich „lieber selbst töten, als sich zu stellen“. Doch sein Vater überredete ihn, mit einem Jugendpastor zu sprechen – und so kam der Kontakt zu den Behörden zustande.

Am Donnerstagabend gegen 22 Uhr wurde Robinson schließlich festgenommen – nur wenige Stunden, nachdem Gouverneur Spencer Cox die Öffentlichkeit um Hilfe gebeten hatte.


Die größte Fahndung seit dem Boston-Marathon-Anschlag

Nach Angaben von Cox erhielt das FBI über 7.000 Hinweise – so viele wie zuletzt nach dem Bombenanschlag auf den Boston-Marathon 2013. Fast 20 Behörden waren beteiligt, es gab 200 Interviews, Hausdurchsuchungen und sogar Festnahmen, die sich später als Fehlgriffe herausstellten.

Am Ende war es die Intuition eines Vaters, die zum Durchbruch führte. „Wir haben ihn,“ erklärte Cox am Freitagmorgen erleichtert.


Spuren: Discord-Nachrichten und gravierte Patronenhülsen

Die Ermittler stützen sich inzwischen auf eine ganze Reihe von Indizien. So zeigte Robinsons Mitbewohner den Behörden Nachrichten auf Discord, in denen von einem versteckten Gewehr in einem Busch und von gravierten Patronen die Rede war.

Am Tatort fand die Polizei ein eingewickeltes Bolt-Action-Gewehr. Auf Patronenhülsen standen Sätze wie:

  • „Hey, Fascist! CATCH!“

  • „If you read this, you are GAY. Lmao“

Andere Gravuren spielten auf antifaschistische Lieder oder Videospiele an. Ermittler sprechen von einer Mischung aus politischer Botschaft, Internet-Memen und Zynismus.


Ein stiller junger Mann – mit politischer Wut?

Robinson wuchs in Washington, Utah, nahe St. George, auf. Freunde und Nachbarn beschrieben ihn als zurückhaltend und eher schüchtern. Ein ehemaliger Klassenkamerad nannte ihn „still, manchmal etwas unbeholfen, aber sympathisch“.

Politisch zeigte er sich jedoch widersprüchlich: Während er in der Schulzeit noch die konservative Linie seiner Familie teilte, sei er zuletzt kritischer gegenüber Donald Trump und Charlie Kirk geworden. Bei einem Familienessen habe er Kirk scharf attackiert, berichtete ein Verwandter den Ermittlern.


Festnahme und drohende Todesstrafe

Robinson sitzt nun in Untersuchungshaft ohne Kaution im Gefängnis von Utah County. Die Vorwürfe:

  • Schwerer Mord

  • Unrechtmäßiger Schusswaffengebrauch

  • Behinderung der Justiz

Die erste Gerichtsanhörung ist für Dienstag angesetzt. Gouverneur Cox kündigte an, dass die Todesstrafe angestrebt werde.


Fazit: Ein Familiendrama mit politischer Sprengkraft

Die Festnahme Robinsons zeigt, wie nah Tragödien manchmal an den eigenen vier Wänden beginnen. Ein Vater, der seinen Sohn erkennt – und ausliefert. Ein Sohn, der vom Vorzeigeschüler zum mutmaßlichen Attentäter wurde. Und ein Land, das nach einem weiteren politischen Mord in Schockstarre verharrt.


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