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Tumulte

AhmadArdity (CC0), Pixabay
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Die Eröffnungsrede von Slavoj Zizek, dem slowenischen Philosophen, bei der Frankfurter Buchmesse hat für erheblichen Aufruhr und Kontroversen gesorgt. Zizek hat die terroristischen Angriffe der Hamas auf Israel verurteilt, betonte jedoch die Notwendigkeit, auch die Perspektiven und den Kontext der Palästinenser in Betracht zu ziehen, um ein umfassendes Verständnis des anhaltenden Konflikts zu gewinnen.

Diese Äußerungen haben bei einigen Anwesenden für Unbehagen gesorgt, und es gab Leute, die den Saal verließen, einschließlich des hessischen Antisemitismusbeauftragten Uwe Becker. Becker kritisierte Zizek öffentlich, beschuldigte ihn, die Handlungen der Hamas zu relativieren, und trat mehrmals während der Rede aus dem Saal aus. Dies führte zu Versuchen seitens der Organisatoren, die Situation zu deeskalieren.

Zizek verteidigte seine Position und betonte, dass er die Angriffe nicht relativiere. Er bekräftigte das Recht Israels auf Selbstverteidigung, hob jedoch hervor, dass ein umfassendes Verständnis des Konflikts auch die Berücksichtigung der palästinensischen Perspektive erfordere. Zizek äußerte auch seine Kritik an dem, was er als „Analyseverbot“ in Bezug auf das Thema betrachtet, und betonte die Wichtigkeit der Meinungsfreiheit und des offenen Dialogs in Foren wie der Buchmesse.

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