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 Trumps Zustimmungswerte fallen wegen Iran-Krieg auf neuen Tiefstand

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Die Preise steigen, der Krieg belastet die Stimmung – und US-Präsident Donald Trump verliert Rückhalt. Einer neuen Umfrage zufolge ist seine Zustimmung so niedrig wie seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus nicht mehr. Besonders der Einsatz gegen Iran und die hohen Lebenshaltungskosten setzen ihm zu.

US-Präsident Donald Trump ist laut einer neuen Reuters/Ipsos-Umfrage auf den niedrigsten Zustimmungswert seit Beginn seiner zweiten Amtszeit gefallen. Nur noch 36 Prozent der befragten Amerikaner äußerten sich demnach zufrieden mit seiner Amtsführung. In der Vorwoche hatte der Wert noch bei 40 Prozent gelegen.

Die Umfrage, die am 24. März veröffentlicht wurde, deutet auf eine wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung hin. Hintergrund sind vor allem steigende Benzin- und Lebensmittelpreise sowie die zunehmend kritische Sicht vieler Amerikaner auf den Krieg der USA und Israels gegen Iran.

Hohe Preise treffen einen zentralen Schwachpunkt

Besonders schlecht fällt Trumps Bewertung beim Thema Lebenshaltungskosten aus – also ausgerechnet in jenem Politikfeld, das im Wahlkampf 2024 zu seinen zentralen Versprechen gehörte. Nur 25 Prozent der Befragten gaben an, mit seinem Umgang mit den aktuellen Lebenshaltungskosten zufrieden zu sein.

Seit dem gemeinsamen Angriff der USA und Israels auf Iran Ende Februar sind die Preise für Treibstoff und Nahrungsmittel nach Angaben der Umfrage deutlich gestiegen. Für viele Amerikaner scheint sich damit ein Eindruck zu verfestigen: außenpolitische Eskalation und wirtschaftliche Belastung hängen unmittelbar zusammen.

Der Iran-Krieg bleibt unpopulär

Auch Trumps Kurs im Krieg gegen Iran stößt auf breite Skepsis. Mehrere landesweite Umfragen zeigen laut Reuters, dass rund die Hälfte der Wähler seine Handhabung des Krieges oder die militärischen Aktionen insgesamt ablehnt.

In der aktuellen Reuters/Ipsos-Erhebung befürworten nur noch 35 Prozent der Befragten die US-Angriffe auf Iran. In der Vorwoche waren es noch 37 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil derjenigen, die die Angriffe ablehnen, von 59 auf 61 Prozent.

Zum Vergleich: In einer ersten Reuters/Ipsos-Umfrage unmittelbar nach Beginn der Angriffe Ende Februar hatten 27 Prozent der Befragten die Schläge unterstützt, 43 Prozent sie abgelehnt, während 29 Prozent noch unentschlossen waren. Die Zustimmung ist seitdem zwar leicht gestiegen, doch die Ablehnung bleibt deutlich größer.

Schlechte Werte mit Blick auf die Zwischenwahlen

Für die Republikaner kommen die schwachen Umfragezahlen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Im November stehen die entscheidenden Midterm Elections an, bei denen die Partei ihre Kontrolle über den Kongress verteidigen will. Dauerhaft niedrige Zustimmungswerte für Trump könnten für republikanische Kandidaten zur Belastung werden.

Noch hält sich der Rückhalt des Präsidenten in der eigenen Partei zwar auf vergleichsweise hohem Niveau. Doch auch dort zeigen sich Risse. Laut der Umfrage lehnt inzwischen etwa jeder fünfte Republikaner Trumps allgemeine Amtsführung ab. In der Vorwoche war es noch rund jeder siebte.

Noch deutlicher fällt die Verschiebung beim Thema Lebenshaltungskosten aus: Der Anteil republikanischer Befragter, die Trumps Umgang mit den steigenden Kosten kritisch sehen, stieg innerhalb einer Woche von 27 auf 34 Prozent.

Wirtschaftskompetenz bleibt ein republikanischer Trumpf

Trotz der sinkenden persönlichen Zustimmungswerte gibt es für Trump und seine Partei einen Lichtblick: In der Frage, wem die Wähler die größere wirtschaftspolitische Kompetenz zutrauen, liegen die Republikaner weiterhin knapp vor den Demokraten.

38 Prozent der registrierten Wähler sehen die Republikaner als bessere Verwalter der US-Wirtschaft, 34 Prozent nennen die Demokraten.

Das zeigt: Trumps persönliche Werte sinken, doch der strukturelle Vorteil seiner Partei beim Thema Wirtschaft ist bislang nicht vollständig verschwunden.

Umfrage mit 1272 Erwachsenen

Die Reuters/Ipsos-Umfrage wurde online vom 20. bis 23. März unter 1272 erwachsenen US-Bürgern durchgeführt. Die Fehlertoleranz liegt bei drei Prozentpunkten.

Für Trump ist das Ergebnis dennoch ein Warnsignal. Noch zu Beginn seiner Amtszeit hatte seine Zustimmung bei 47 Prozent gelegen. Seit dem vergangenen Sommer bewegte sie sich meist um die 40 Prozent. Nun ist sie deutlich darunter gefallen.

Der Krieg gegen Iran dauert inzwischen die vierte Woche an – und scheint für viele Amerikaner nicht nur außenpolitisch, sondern auch im Alltag immer stärker spürbar zu werden.

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