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Trumps Wirtschaftspolitik: Milliarden fließen – doch die falsche Baustelle

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Donald Trump feiert die US-Wirtschaft erneut als „die stärkste der Welt“. Trillionen an Investitionen, Milliarden aus Zolleinnahmen, boomende Aktienmärkte – laut Trump ein historischer Erfolg. Doch die Mehrheit der Amerikaner sieht das anders. Ihr Hauptproblem ist nicht das Wirtschaftswachstum, sondern die hohen Lebenshaltungskosten.

Während Trump sich auf steigende Staatseinnahmen durch Zölle und Großinvestitionen konzentriert, empfinden viele Bürger ihren Alltag als zunehmend unerschwinglich. Preise für Lebensmittel, Mieten und Energie bleiben hoch – und genau dieses Thema, die gefühlte finanzielle Unsicherheit, blendet Trump weitgehend aus.

Trump verweist stolz auf über 200 Milliarden Dollar an zusätzlichen Zolleinnahmen seit Beginn seiner Amtszeit sowie auf Investitionszusagen großer Konzerne im KI- und Automobilsektor. Auch ein neues „Gold Card“-Visaprogramm soll Milliarden in die Staatskasse spülen. Doch Kritiker merken an: Viele dieser Projekte sind Versprechen ohne Garantien, oft PR-trächtige Ankündigungen ohne langfristige Umsetzung.

Gleichzeitig sind Trumps Wirtschaftspläne finanziell nicht tragfähig. Die Zolleinnahmen reichen bei weitem nicht aus, um seine angekündigten Maßnahmen wie Steuerkürzungen oder 2.000-Dollar-Schecks für alle Haushalte zu finanzieren. Auch das Ziel, die fast 38 Billionen Dollar Staatsschulden mit Zolleinnahmen zu begleichen, ist unrealistisch.

Hinzu kommt: Zölle verteuern importierte Produkte und treiben damit die Preise weiter nach oben. Laut US-Notenbankchef Jerome Powell tragen Trumps Handelsmaßnahmen direkt dazu bei, dass die Inflation über dem angestrebten Zielwert liegt.

Trump spricht wie ein Unternehmer: Umsatzwachstum gleich Erfolg. Doch eine Volkswirtschaft ist keine Bilanz – sie besteht aus Menschen. Und deren Realität ist oft von finanzieller Unsicherheit geprägt.

Die politische Gefahr für Trump liegt im sogenannten „Windchill-Effekt“: Auf dem Papier wirkt die Wirtschaft solide, doch viele Amerikaner empfinden sie als belastend – wie ein kalter Wind, der stärker bläst, als es die Temperatur vermuten lässt.

Solange Trump diese Diskrepanz ignoriert und wirtschaftliche Sorgen als „Täuschung“ abtut, wird es schwer, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen.

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