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Trumps Kurs droht die Welt zurück ins Zeitalter der Imperien zu führen

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Nur wenige Stunden nach dem dramatischen Einsatz von US-Spezialeinheiten zur Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro verfolgte Donald Trump das Geschehen live aus seinem Anwesen in Mar-a-Lago – begeistert vom Tempo und der Härte der Operation. „Niemand sonst könnte so etwas tun“, sagte er gegenüber Fox News.

Trump inszeniert die Aktion als schnellen, sauberen Sieg – ohne US-Verluste, ohne lange Besatzung. Maduro sitzt in einer Zelle in New York, Venezuela soll fortan US-geführte Ölverkäufe liefern. Doch Trumps Siegesrhetorik ignoriert die tief verwurzelten politischen und wirtschaftlichen Probleme des Landes.

Außenpolitik im Stil der Machtpolitik

Trump nutzt den Erfolg für seine „Donroe-Doktrin“ – eine aggressive Neuauflage der Monroe-Doktrin von 1823, die Lateinamerika zur Einflusssphäre der USA erklärte. Nun, so Trump, gehe es nicht mehr nur um Einfluss, sondern um Dominanz. China, so seine Botschaft, habe in der Region nichts mehr zu suchen.

Dabei macht Trump keinen Hehl daraus, dass militärische Stärke und ökonomischer Zwang Mittel seiner Außenpolitik sind. Die Ankündigung, auch Grönland ins Visier zu nehmen, unterstreicht das imperial anmutende Denken: Rohstoffe und strategische Lage zählen mehr als internationale Regeln oder Bündnisse.

Bruch mit der Nachkriegsordnung

Trump stellt sich offen gegen die Grundsätze der internationalen Nachkriegsordnung, wie sie durch Truman-Doktrin, Marshallplan und die Gründung der NATO geprägt wurden. Diese Politik zielte darauf, durch Allianzen Stabilität zu schaffen – auch im Interesse der USA selbst.

Trumps „America First“-Ansatz dagegen baut auf Einzelaktionen, Druck und Transaktionen – nicht auf Zusammenarbeit. Selbst langjährige Partner wie Dänemark oder Kolumbien werden öffentlich unter Druck gesetzt. Diplomatische Zurückhaltung ist passé.

Rückkehr zur Welt der Großmächte?

Trumps Politik erinnert an das Zeitalter der Imperien – eine Zeit, in der Großmächte ihre Interessen rücksichtslos durchsetzten. Historisch führte genau diese Denkweise zu zwei Weltkriegen. Der Einsatz roher Macht als Leitlinie internationaler Beziehungen birgt enorme Risiken – für die USA wie für die Welt.

Ob Trump seine Linie durchzieht, bleibt offen. Doch wenn er es tut, könnte er die Welt in eine Zeit zurückführen, in der Macht über Recht stand – mit allen bekannten Folgen.

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