Am 20. Januar sollte nach dem Willen von Ex-Präsident Donald Trump eine neue Obergrenze für Kreditkartenzinsen in Kraft treten: Maximal 10 % – rund die Hälfte des aktuellen Branchendurchschnitts. Doch dieser Tag ist inzwischen verstrichen, und an den Zinssätzen hat sich kaum etwas geändert.
Was ist passiert?
Trump hatte in einem vielbeachteten Vorstoß gefordert, die teils zweistelligen Zinssätze auf Kreditkartenschulden drastisch zu senken, um Verbraucher finanziell zu entlasten. Tatsächlich liegt der durchschnittliche Effektivzinssatz für Kreditkarten in den USA derzeit bei über 20 %. Der Vorschlag zielte darauf ab, eine gesetzliche Obergrenze einzuführen – ähnlich wie es sie in anderen Ländern bereits gibt.
Doch bislang: keine Umsetzung
Trotz der Ankündigung ist bislang keine bindende Regelung in Kraft getreten. Weder wurde eine entsprechende Gesetzesvorlage durch den Kongress verabschiedet, noch haben die Kreditkartenunternehmen freiwillig ihre Zinssätze angepasst. Auch von regulatorischer Seite – etwa durch die US-Notenbank oder das Verbraucherschutzamt – gab es bisher keine Maßnahmen.
Hintergrund: Warum ist das Thema so brisant?
In Zeiten hoher Inflation und steigender Lebenshaltungskosten verschulden sich viele Amerikaner über Kreditkarten – oft zu Zinssätzen von 25 % oder mehr. Eine gesetzliche Begrenzung würde Millionen Verbraucher entlasten, ist jedoch auch unter Banken und Kreditinstituten stark umstritten.
Kritiker befürchten, dass ein Zinsdeckel dazu führen könnte, dass weniger Menschen Zugang zu Kreditangeboten erhalten – insbesondere solche mit schlechter Bonität.
Fazit
Der von Trump geforderte 10-Prozent-Deckel bei Kreditkartenzinsen bleibt bislang ein politisches Signal – ohne praktische Umsetzung. Ob und wann daraus konkrete Maßnahmen folgen, bleibt abzuwarten.
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