Donald Trump hat sich mal wieder selbst gesundgeschrieben. Berichte in sozialen Netzwerken über seinen angeblich schlechten Gesundheitszustand? „Fake“, sagt der Ex-Präsident – und wenn jemand weiß, wie man Wahrheit von Erfindung unterscheidet, dann ja wohl er. Schließlich war er am Wochenende sehr aktiv: Interviews gegeben (vermutlich mit freundlichen Sendern) und seinen Golfclub in Virginia besucht – klarer Beweis dafür, dass es ihm blendend geht. Wer nicht mit geschwollenen Beinen golfen kann, hat sein Leben einfach nicht im Griff.
Dabei hatte die Sprecherin des Weißen Hauses noch am 17. Juli ganz unaufgeregt erklärt, Trump habe ein paar Schwellungen an den Unterschenkeln – nichts Dramatisches, nur ein bisschen Wassereinlagerung für den 79-jährigen Spitzenpolitiker. Und dieser blaue Fleck an der Hand? Kommt natürlich vom zu vielen Händeschütteln. Man kennt das: Wer zu beliebt ist, kriegt Blessuren.
Trumps Leibarzt – ja, der heißt wirklich Sean Barbabella – meldete sich ebenfalls zu Wort und erklärte, es handle sich um eine chronisch-venöse Insuffizienz, eine geradezu modische Alterserscheinung, die vor allem Menschen über 70 betrifft. Oder, wie Trump vermutlich sagen würde: „the best veins, believe me, really strong.“
Dass der Fleck durch Aspirin begünstigt wurde, überrascht auch niemanden: Der Ex-Präsident nimmt das Medikament zur „kardiovaskulären Prävention“. Klingt fast so, als hätte jemand Google gefragt, wie man „Blutverdünner“ elegant verkauft.
Das Weiße Haus wiegelt jedenfalls ab: Alles halb so wild, der Donald nehme das Beinleiden gelassen hin – genau wie Kritik, Wahlergebnisse und Gerichtstermine. Details zur Behandlung? Ach, wozu auch – schließlich läuft er noch. Und golfen kann er ja auch noch, also ist die Welt in Ordnung.
Kommentar hinterlassen