Der Sonnenaufgang über dem Atlantik ist ein Spektakel in Zeitlupe: Erst Aschegrau, dann ein Hauch von Orange, bis sich das tiefblaue Meer mit dem blassblauen Himmel vereint. Delfine springen neben dem Fischerboot Jillian and Peri und begrüßen die Crew. Doch für Andrew Konchek bedeutet das nur eins: Zeit für einen weiteren eiskalten Arbeitstag auf hoher See.
Mitten auf dem Atlantik, 15 Meilen vor der Küste Massachusetts‘, geht es nicht um schöne Ausblicke, sondern um harte Arbeit. „Es ist ein harter Job – nichts für jeden,“ sagt Konchek, während er sich auf den ersten Fang des Tages vorbereitet.
Doch so hart der Job auch ist, für Konchek ist er eine Lebensaufgabe. Er ging zur Kochschule, wurde Chefkoch – doch das Meer zog ihn wieder zurück. „Ich liebe es. Ich kann mir nichts anderes vorstellen.“
Und genau diese Liebe bestimmt auch seine Politik. Donald Trump zurück im Weißen Haus? Für Konchek die beste Jobgarantie überhaupt.
👉 „Oh ja, definitiv. Mit Trump kann ich sicher sein, dass ich in zwei oder vier Jahren noch fischen werde.“
Demokraten dürfte diese Aussage wehtun – denn für Konchek und viele seiner Kollegen ist klar: „Die Republikaner sind für die einfachen Leute.“
Warum die Fischer Trump brauchen – und schnelle Ergebnisse erwarten
Konchek ist einer von Trumps Arbeiterklasse-Fans, die ihn 2016 und 2020 gewählt haben und es auch 2024 wieder taten. Viele dieser Wähler waren einst überzeugte Demokraten – doch Trump spricht ihre Sprache.
Ein zentrales Thema: Einwanderung. Wie die Mehrheit von Trumps Anhängern fordert Konchek härtere Grenzkontrollen und Massendeportationen.
👉 „Wer legal ins Land kommt, ist kein Problem. Wer es nicht tut, sollte gehen.“
Doch für Konchek ist das nur ein Nebenschauplatz. Sein wichtigstes Anliegen: Der Kampf gegen Offshore-Windparks.
Die geplanten Windräder in der Gulf of Maine könnten seine Fischgründe zerstören – und damit seinen Job.
👉 „Hunderte Meilen voller Windräder? Dann wäre ich arbeitslos.“
Deshalb hat Konchek eine klare Botschaft für Trump: Halte dein Versprechen!
📌 Erwartung Nr. 1: Keine Windparks auf den Fischgründen!
📌 Erwartung Nr. 2: Härtere Grenzpolitik – dieses Mal mit fertiger Mauer!
Warum Boston-Trump-Wähler wie Fabelwesen wirken – aber existieren
Ein Trump-Wähler in Massachusetts klingt ungefähr so wahrscheinlich wie ein Veganer im Steakhaus. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache:
🗳️ Trump holte 2024 ganze 20 % der Stimmen in Boston – ein Plus von 5 % gegenüber 2020.
🗳️ In zwei Stadtvierteln von Dorchester gewann er sogar.
Dorchester? Das Arbeiter- und Gewerkschafts-Herz von Boston? Wo einst Kennedy-Demokraten regierten? Genau da.
John Stenson, Besitzer des Eire Pub, kennt die Stimmung seiner Stammgäste genau. Seine Bar ist seit Jahrzehnten ein Magnet für Gewerkschaftler, Polizisten, Feuerwehrleute und Handwerker. Hier kehrten schon Ronald Reagan und Bill Clinton auf ein Bier ein.
👉 „Früher waren hier alle Demokraten. Aber wenn jemand kommt, der ihre Probleme anspricht, wechseln sie die Seite. So war es mit Reagan – und so ist es mit Trump.“
Und was sind die zwei Hauptthemen, die hier an der Bar diskutiert werden?
📌 Einwanderung
📌 Die Kosten für den Lebensunterhalt
Laut Stenson liegt Trumps Zustimmung unter seinen Gästen bei 60 % – obwohl sie sich eigentlich als Demokraten sehen.
Trump ja – aber nicht um jeden Preis
Auch wenn Konchek und Co. Trump unterstützen, heißt das nicht, dass sie ihn kritiklos feiern.
👎 Seine impulsive Art? Ein Problem.
👎 Sein Verhalten gegenüber Frauen? Koncheks Frau hasst es.
👎 Klima? Konchek glaubt an den Klimawandel – Trump nicht.
👉 „Er sollte mehr nachdenken, bevor er redet.“
👉 „Er sollte das Thema Abtreibung den Frauen überlassen.“
👉 „Klimawandel ist real – ich sehe es jeden Tag auf dem Meer!“
Doch trotz dieser Kritik bleibt die Frage: Kann Trump liefern?
Konchek bleibt skeptisch. Inflation sei nicht einfach über Nacht zu stoppen. Aber wenn Trump wenigstens die Windkraft verhindert und die Grenzpolitik durchzieht, sei das schon mal ein Anfang.
👉 „Mal sehen, was er in sechs Monaten hinkriegt. Dann wissen wir, ob wir richtig gewählt haben.“
Fazit: Trumps Arbeiterklasse-Fans geben ihm eine neue Chance – aber keine Blanko-Vollmacht
Die Fischer von Neuengland, die Stammgäste des Eire Pub und die Arbeiter von Dorchester – sie alle haben Trump eine zweite Chance gegeben.
Aber: Diesmal erwarten sie Ergebnisse.
Und wenn Trump nicht liefert? Nun ja, dann könnte es 2028 vielleicht heißen:
👉 „Make Democrats Great Again?“ 😏
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