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Trump wirft Fed-Gouverneurin Lisa Cook Hypothekenbetrug vor – was steckt dahinter?

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US-Präsident Donald Trump versucht, mehr Einfluss auf die Notenbank Federal Reserve zu gewinnen – und erhebt dabei schwere Vorwürfe gegen Fed-Gouverneurin Lisa Cook. Er beschuldigt sie, Hypothekenbetrug begangen zu haben.

Ein Gericht stoppte jedoch zunächst Trumps Versuch, Cook ihres Amtes zu entheben. Eine Bundesrichterin entschied, dass Cooks Klage auf Wiedereinsetzung „offensichtlich begründet“ sei und ihre Rechte nach dem fünften Verfassungszusatz verletzt worden wären. Parallel prüft das Justizministerium die Vorwürfe.


Was ist Hypothekenbetrug?

Unter Hypothekenbetrug versteht man das bewusste Fälschen oder Verschweigen von Angaben bei einem Immobilienkredit. Täter können Käufer, Kreditvermittler, Banken, Gutachter oder auch kriminelle Netzwerke sein. Besonders verbreitet ist der sogenannte „Occupancy Fraud“ (Wohnsitzbetrug).

Dabei wird fälschlicherweise angegeben, dass eine Immobilie als Hauptwohnsitz genutzt wird, um bessere Kreditkonditionen zu erhalten – etwa niedrigere Zinsen, geringere Eigenkapitalanforderungen oder weniger strenge Bonitätsprüfungen.

Diese Praxis war während der Immobilienblase Mitte der 2000er Jahre weit verbreitet und gilt nach wie vor als häufigste Form von Hypothekenbetrug.


Welche Strafen drohen?

Nach US-Bundesrecht ist Hypothekenbetrug ein Verbrechen (Felony). Theoretisch sind Strafen von bis zu 30 Jahren Haft und Geldbußen von bis zu einer Million Dollar möglich. In der Praxis hängt das Strafmaß stark davon ab, ob und in welcher Höhe Kreditgeber oder staatliche Institutionen durch den Betrug tatsächlich geschädigt wurden.


Wie könnte ein Verfahren ablaufen?

Um Cook oder eine andere Person wegen Hypothekenbetrugs zu verurteilen, müsste die Staatsanwaltschaft nachweisen, dass:

  • sie bewusst falsche Angaben gemacht hat,

  • diese Angaben die Kreditentscheidung beeinflusst haben,

  • und daraus finanzielle Schäden entstanden sind.

Indizien können E-Mails, Textnachrichten oder Aussagen von Bankmitarbeitern sein. Auch ein Abgleich von Lebensumständen und Wohnsitz kann herangezogen werden – etwa wenn jemand ein Haus in einer anderen Stadt als angeblichen Hauptwohnsitz deklariert, während Arbeit und Familie klar woanders verankert sind.

Der konkrete Vorwurf gegen Cook

Laut Medienberichten soll es bei Cook um Hypotheken für zwei Immobilien in Ann Arbor (Michigan) und Atlanta (Georgia) gehen. Es geht dabei um die Frage, ob sie den Hauptwohnsitz korrekt angegeben hat. Offiziell angeklagt wurde Cook bislang jedoch nicht.

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