Startseite Allgemeines Trump will Ozempic-Preis auf 150 Dollar senken – Patienten jubeln, Experten bleiben skeptisch
Allgemeines

Trump will Ozempic-Preis auf 150 Dollar senken – Patienten jubeln, Experten bleiben skeptisch

stepinie23 (CC0), Pixabay
Teilen

In einer überraschenden Ankündigung hat US-Präsident Donald Trump am Donnerstag vorgeschlagen, den Preis des beliebten Abnehm- und Diabetesmittels Ozempic sowie ähnlicher Medikamente auf 150 US-Dollar pro Monat zu senken. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Patienten feiern die Idee als Gamechanger – die Pharmaindustrie und Fachleute mahnen jedoch zur Vorsicht.

Was hat Trump angekündigt?

Bei einer Pressekonferenz zum Thema künstliche Befruchtung kam Trump plötzlich auf die Preisgestaltung von Medikamenten zu sprechen. Er kritisierte erneut die teils zehnfach höheren Medikamentenpreise in den USA im Vergleich zu Europa und sagte:

„In London kostet ein Medikament 130 Dollar – in New York 1.300. Das ändern wir jetzt. Statt 1.300 Dollar zahlt man künftig etwa 150.“

Ein Journalist fragte nach, ob er sich auf Ozempic und ähnliche GLP-1-Medikamente bezog. Trump bestätigte: Ja, das sei sein Ziel.

Dr. Oz: „Noch nichts beschlossen“

Neben Trump saß Dr. Mehmet Oz, der aktuelle Leiter der Centers for Medicare and Medicaid Services (CMS). Er bremste die Euphorie prompt:

„Wir haben darüber noch nicht verhandelt. Das wird schrittweise kommen.“

Trotz dieser Klarstellung reagierte die Börse sofort: Die Aktienkurse von Novo Nordisk (Hersteller von Ozempic und Wegovy) und Eli Lilly (Mounjaro, Zepbound) stürzten ab – zusammen gingen Dutzende Milliarden Dollar an Börsenwert verloren.

Was sagen Patienten und Ärzte?

Für viele Betroffene ist der aktuelle Preis ein echtes Problem. Die Medikamente kosten in den USA vor Rabatten oft über 1.000 Dollar pro Monat. Wer keine Versicherung oder unzureichende Deckung hat, bleibt auf hohen Kosten sitzen.

Janet McCaskill, eine Großmutter aus North Carolina, die mit Hilfe von GLP-1-Medikamenten 100 Pfund (45 kg) abgenommen hat, sagt:

„150 Dollar im Monat? Das wäre fantastisch. Das würde mein Leben verändern.“

Ihre Freundin Kay Powell, Krankenschwester, nutzt derzeit ein komponiertes Generikum für 150 Dollar – aber ohne die Garantie auf Wirksamkeit oder Sicherheit. Beide hoffen nun auf einen echten Preisnachlass für die Markenpräparate.

Was steht hinter dem „150-Dollar-Versprechen“?

Trumps Ansatz basiert auf dem Konzept der „Most Favored Nation“-Preisregelung: Die USA sollen für Medikamente nicht mehr zahlen als andere Industriestaaten. Solche Verträge hat Trump bereits mit Pfizer und AstraZeneca geschlossen – allerdings bisher nur für einige Medikamente und in begrenztem Umfang.

Novo Nordisk und Eli Lilly bestätigen Gespräche mit der Regierung – aber kein festes Abkommen. Man wolle den Zugang verbessern, gleichzeitig aber „Innovation erhalten“.

Was sagen Experten?

Fachleute reagieren verhalten auf Trumps Vorstoß. Viele sehen darin politisches Taktieren in laufenden Preisverhandlungen.

„Das klingt mehr nach Verhandlungstaktik als nach einem echten Plan“, so Jared Holz von Mizuho Securities.

Dr. William Feldman (UCLA) meint, ein Preis von 150 Dollar käme den Preisen in Europa nahe und würde vielen Patienten helfen. Aber: „Ich möchte erst Details sehen.“

Dr. Jody Dushay (Harvard Medical School) warnt zudem vor komponierten Generika, da deren Qualität schwer überprüfbar sei.

Fazit: Hoffnung mit Einschränkungen

Trumps Ankündigung weckt große Hoffnungen bei Millionen Amerikanern, die auf GLP-1-Medikamente angewiesen sind – sei es zur Gewichtsreduktion oder bei Diabetes. Doch bis aus der Idee Realität wird, sind noch viele Verhandlungen, Regulierungen und politische Prozesse nötig.

Bis dahin bleibt das Fazit:

  • Für Patienten wäre ein Preis von 150 Dollar revolutionär.

  • Für die Industrie ist es ein Risiko.

  • Für Trump ist es vorerst ein kluger Schachzug – aber keine beschlossene Sache.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Olympia 2026: Endlich Spiele in Rosa und Hellblau!

Die XXV. Olympischen Winterspiele stehen kurz bevor, und das IOC feiert sich...

Allgemeines

Tirendo Deutschland GmbH – Der Online-Reifenhändler, bei dem oft nur der Frust rollt

1) Analyse der Kommentare aus Kundensicht Aus all diesen Bewertungen lassen sich...

Allgemeines

Bundesmarine in Seenot: Sabotage im Hamburger Hafen!

Im Hamburger Hafen haben zwei ganz besondere „Schiffsbastler“ für Aufsehen gesorgt: Ein...

Allgemeines

Arttrade GmbH unsere Bilanzanalyse aus Anlegersicht

1. Vermögens- und Finanzlage Aktiva: Anlagevermögen: 5.210 € (Vorjahr: 7.703 €) Kommentar: Sehr geringes...